Reisen

Grandioser Tag auf Inisheer

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Jetzt ist die Irland Reise schon über einen Monat her und die Erinnerungen verblassen. Umso schöner ist es den Reisebericht weiter schreiben zu können. Dank Reisetagebuch in Kombination mit Bildern ist eigentlich immer recht schnell wieder jede Erinnerung zurück. Aufgewacht sind wir an diesem Morgen in Doolin im Dunroman House bei Martina. Aufgewacht im Gästezimmer versteht sich :) Gefrühstückt wird auch hier Irish, was sonst? Aber heute zur Abwechslung mit Waffeln aus Kartoffeln.

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Wir sind uns noch nicht ganz sicher was wir machen sollen heute und haben uns überlegt in das kleine Touristen-Info-Büro zu gehen welches in der Stadtmitte auf der Hauptstraße liegt. Dort angekommen gibt es seitens der Dame auf der anderen Seite nicht viele Wahlmöglichkeiten. Es gibt verschiedene Touren zu den nahegelegenen Aran Islands. Wir entscheiden uns für einen der mittleren Trips: Zur Insel Inisheer und über die Cliffs of Moher wieder zurück. Alles zu Wasser versteht sich. Inisheer oder auch Inis Oírr wie die Iren sagen ist die kleinste und östlichste der Aran Islands. Ungefähr 8 km von der Küste entfernt.

Die Frau am Schalter im Touri-Büro wird etwas hektisch als sie merkt dass das Schiff schon in 30 Minuten ablegt. Also schnell ins Auto und ab zum Hafen.

An den beiden Booten stehen schon jede Menge Leute Schlange. Hatte auch nicht erwartet dass wir alleine unterwegs sind. Wir zeigen unser Ticket und steigen auf die "Happy Hooker" die sich anscheinend öfters zwischen den Aran Islands und Doolin "prostituiert".

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Die Seeluft ist traumhaft. Man schaut den Wellen zu wie sie an das Boot schlagen. Es riecht nach Meer. Irgendwann will ich mal am Meer wohnen. Irgendwie ein magischer Ort. Egal ob über oder unter Wasser. Wir schauen in die Ferne und genießen die Fahrt. Der Weg ist das Ziel. Über die Reling gelehnt beobachten wir das Wasser und die verdrängten Wellen. Und plötzlich, fast unbemerkt hüpft ein großer Fisch zwischen den Wellen sanft auf und ab. Ein Delfin!!! Ein einzelner Delfin schaut vorbei um "Hallo" zu sagen. Und wir grüßen freudig zurück. Was ein Glück Mensch. Ich mag die Viecher gerne und beim Schreiben bekomme ich bei der Erinnerung wieder feuchte Augen. Fragt mich nicht warum ich finde diese Tiere einfach unglaublich sympathisch :)

Dustin wie er wohl heißt (wie wir später erfahren) begleitet uns in paar Minuten und macht sich dann wieder auf zu seinen Kollegen.

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Nach ca. 30 Minuten Fahrt erreichen wir die Insel Inisheer. Als wir vom Boot steigen warten schon jede Menge Pferdekutschen die eine Inselrundfahrt anbieten. Wir wollen uns eigentlich nur ein bisschen die Beine vertreten und vielleicht mal beim Leuchtturm der Insel vorbei schauen. Doch die Insel ist größer als vermutet und so entschließen wir uns einen Kutscher auf fragen ob er uns zum Leuchtturm fährt.

Bis zum Leuchtturm kommen wir leider nicht ganz aber er bietet uns an soweit zu fahren wie es geht und uns dann den Weg zu zeigen. Gesagt getan! Unser Fahrer (ich weiß leider den Namen nicht mehr) und sein Pferd Sam erzählt uns jede Menge über die Insel und seine ca. 250 Einwohner. Die meisten sprechen hier Irish.  Es gibt einen Flugplatz, eine Schule und ein paar Lebensmittelgeschäfte. Er erklärt uns dass die hunderte von Feldern die hier verstreut sind schon vor über 250 Jahren gebaut wurden. Einfach nur aus Natursteinen. Als Lieferant für Stein diente die Insel selbst. Heute sind teilweise noch Felder in den "Stone Cells" oder es wird Vieh gehalten.

Ein Stückchen weiter sieht man in der Ferne ein Schiffswrack liegen. Das Schiff lief hier 1960 auf und wurde einfach liegen gelassen. Die Besatzung konnte gerettet werden, die Fracht allerdings war hinüber.

Luftlinie ca. 2,5 km vom Leuchtturm setzt er uns an einem steinigen Strandweg ab. Hier endet der mit dem Pferdewagen befahrbare Bereich. Ich biete Sam einen Apfel an, doch der Kutscher erwidert: "He only drinks Guinness". Na dann Cheers :)

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Wir machen uns auf den Weg zum Leuchtturm. Der Leuchtturm ist leider nicht zugänglich für Touristen. Daher nehmen wir die Küstenroute und nähern uns ihm von der Linken Seite. Leuchttürme sind faszinierende Bauten. Irgendwie romantisch und abenteuerlich stehen Sie an den Küsten und trotzen Wind und Wetter.

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Vom Leuchtturm wieder zurück sind es ungefähr 3,5 km. Wir laufen gemütlich zurück und genießen die Aussicht und die traumhafte Luft. Wir beenden unseren Inselbesuch vor eine Kneipe in Lurgain am Hafen bei einem (oder zwei) Bier.

Zurück fahren wir mit einem kleinen "Umweg" an den Cliffs of Moher vorbei. Doch dazu gibt es mehr im nächsten Blogbeitrag.

Schönen Sonntag Euch!

Clifden und der Weg zu den Cliffs of Moher

Clifden und der Weg zu den Cliffs of Moher

Nach einem entspannten Abend in Clifden und einer erholsamen Nacht starten wir den Tag bei einem wieder leckeren Frühstück in unserer großzügigen Unterkunft. Das Bed & Breakfast Hotel heißt "All the Two's". Es heißt so weil die Telefonnummer +353 95 22222 ist :) Ausgefuchst! Unsere Gastgeberin Maureen ist super nett. Frühstück ist prima. Das Haus ist riesig! Es gibt sogar ein großes Kaminzimmer in dem man sitzen kann.

Roadtrip durch Irland

Roadtrip durch Irland

Viel hatte ich schon gehört von Irland. Grün, klar. Kerrygold kennt auch jeder. Wie schön die grüne Insel wirklich ist erfährt man allerdings erst wenn man sich selbst einmal hin wagt. So wurde vor ein paar Monaten der Plan gefasst einen Roadtrip durch Irland zu machen. Dieses Mal nicht alleine sondern mit meinem Vater. 1.893 km (auf der linken Seite!) quer durch Irland sollte es gehen. Gesagt, getan! In den nächsten Blogbeiträgen gibt es einen ausführlichen Bericht unserer Reise quer über die grüne Insel. Los geht es mit dem ersten Tag der Reise.

Ein Spaziergang durch Marrakech

Ein Spaziergang durch Marrakech

Ein Spaziergang durch Marrakech ist so oder so ein Abenteuer. Die kleinen Gässchen der Medina (der Altstadt) sind echt spannend. Erst recht wenn man noch nie dort gewesen ist. Eigentlich ist da alleine schon das Spazieren ein Erlebnis für sich. Im heutigen Beitrag möchte ich Euch ein paar "Sightseeing" Höhepunkte zeigen die ich wirklich schön fand und die man, zumindest aus meiner Sicht, gesehen haben muss.

Paris...

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Das Bild hier ist keineswegs "ge-instagramt" oder mit irgendwelchen Filtern versehen. Ist ein echtes Dia :) von mir vor gefühlten 20 Jahren gescannt mit einem Trommelscanner Marke "Hell" der jetzt gut und gerne seinen 50ten Geburtstag feiern würde. Geil war das. Da gab's noch echtes Korn. Große Dias. Viel Tesafilm. Hach...Aber ich schweife ab. Seit Jahren schon wollte ich mal wieder nach Paris. Es so einfangen wie es jetzt sehe. Und morgen isses soweit. Endlich.

Ich freu' mich!

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Das Bild wurde übrigens mit einer Canon T70 und einem Fuji Sensia aufgenommen :)

Ägypten

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Vor 3 Tagen...

Das Meer rauscht, die Tauben gurren. Der Wind weht mir um die Nase. Der Blick ist atemberaubend schön (siehe Bild) und entspannt den Geist wie sonst wenige Dinge. Zumindest bei mir ist das so. Die Palmen rascheln und wäre der Wind nicht, würde man die 30 Grad im Schatten ordentlich spüren.

Ich bin gerade aus dem Wasser gekommen. Ich war Tauchen. Hier im roten Meer ist das ein traumhaftes Erlebnis. Völlige Ruhe. Konzentration auf das Wesentliche. Ein- und Ausatmen. Viel mehr macht man eigentlich nicht. Glotzen nicht zu vergessen. Fische angucken. Quasi ein ausgiebiger Besuch im größten Aquarium der Welt. Man trifft so viele Aquariumsbewohner. Bekannte Gesichter aus amerikanischen Zeichentrickfilmen. Lebewesen aus Lehrfilmen die im Vorabendprogramm im ZDF laufen. Und viele, viele mehr. Wenn man das noch nie gesehen hat bekommt man den Mund gar nicht mehr zu…auch wenn dann Wasser rein läuft :)

Umso blöder ist es, dass hier mittlerweile immer weniger Menschen her kommen. Wenn man erwähnt dass man zum Tauchen nach Ägypten fährt hört man in der Regel als erstes „Oh oh ist das nicht gefährlich?“ Da kann ich nur entschieden sagen: „NEIN“ ist es nicht. Und je weniger Touristen hier her kommen desto wahrscheinlicher ist es dass man hier bald nicht mehr her kommen kann weil die Tauchbasen am Ende irgendwann schließen müssen.

Aus diesem Grund kann ich nur sagen:

Kommt hier her, macht einen Tauchkurs (falls ihr noch keinen habt) und schaut Euch dieses Paradies an. Sowohl die Einheimischen als auch die Tauchbasen werden es Euch danken. Die Tauchbasis Ducks Dive Center (Webseite und Facebook) hier im Mangrove Bay Hotel, 30 km südlich von El Quseir, ist toll organisiert, sind super nett und hilfsbereit (und auch ein bisschen verrückt!). Es gibt alles was man sich wünscht und vor allem nee Menge zu sehen - ob im eigenen Hausriff oder ein Stückchen weiter mit Boot und Zodiac!

An dieser Stelle auch wieder ein dickes Danke an das gesamte Team der Tauchbasis. Ihr seid die Besten!!!

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Ein audiovisueller Eindruck

Ich hatte Euch ja im letzten Beitrag mal ein Video versprochen...das ist mittlerweile Online :) Am aktuellen Video von diesem Jahr, mit ein paar ziemlich coolen Unterwasser-Begegnungen arbeite ich gerade. Aber hier nun erstmal das 2013er:

Ägypten 2012-2013 - Ducks Dive Center (Mangrove Bay) from marc wiegelmann on Vimeo.

Reisestativ Cullmann Nanomax 230T

Reisestativ Cullmann Nanomax 230T

Als ich mich auf den Weg nach Vietnam gemacht habe war ich auf der Suche nach einem leichten und kleinen Stativ, dass man auch bei kleineren Tagesmärschen Gewichtsmäßig im Gepäck nicht so doll spürt. Enjoyyourcamera war so nett mir das Cullmann Nanomax 230T zum Testen zu schicken. Und ich habe es getestet, auf Herz und Nieren!

Von Da Lat in die Dak Lak Provinz

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Am ersten richtigen Reisetag mit Mui geht's um 8 Uhr los. Er holt mich vom Hotel ab, läd' mein Gepäck auf und nennt meinen 16 kg schweren Rucksack "Baby". Easy. Easy Rider eben :)

nach dem Frühstück ist vor dem Frühstück!

Unser erster richtiger Stop nach einem kurzem Foto-Landschafts-Intermezzo ist ein Grillenfarm. Hier werden Tausende von Grillen gezüchtet. In allen Größen. Von ganz klein bis ziemlich groß! Ein Traum für alle Reptilienbesitzer :) als ich Mui allerdings frage wofür die Viecher hier gezüchtet werden wird mir einiges klar. Zum Essen....Als wir einmal hoch und wieder runter gelaufen sind halten wir an einem Tisch. Dran stehen zwei Stühle. In der Mitte ein Teller mit einem silbernen Deckel drauf. Und drunter sind natürlich Grillen...!

Mui greift zum Zahnstocher, dippt die Teile in die Soße und haut ordentlich rein. Naja ich hatte ja schon Frühstück....in Sekundenschnelle überlege ich hin und her. Essen oder nicht? Das ist hier die Frage. Nachdem Mui aber feststellt: "We are the man!", bleibt mir nix mehr anderes übrig und ich hau' so ein Teil weg. Schmeckt gar nicht schlecht. Aber der Gedanke daran was es wirklich ist, lässt es dann auch nach einer gut sein - reicht! Genug Dschungelcamp für heute :)

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Anschließend machen wir noch einen kurzen Stop bei einer Kaffeeproduktion. Hier wird aber kein normaler Kaffee produziert sondern "Weazel-Coffee". Soll heißen eine Art Kopi Luwak Kaffee. Die Wiesel hier essen die Kaffeebohnen, scheiden sie wieder aus und die unverdauten Bohnen werden dann geröstet. Der Kaffee wird dann teuer weiter verkauft. Ähnlich seinem indonesischen Vorbild.

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Seidenraupen und Elefanten

Nach einem Weilchen biegen wir mitten in einem kleinen Ort von der Hauptstraße ab. Wir grüßen ein paar Kinder die gerade vorbei laufen. Wir winken uns. Sie kichern. Nach etwas 150m geht es links auf einen kleinen Hof. Außen steht schon etwas von "Silk...". Wir steigen von der Honda ab und Mui erklärt mir dass hier Seide produziert wird. Faszinierend. Alles mit scheinbar alten Maschinen. Laut Mui produziert eine Raupe in 4 Tagen und 4 Nächten knapp 1.000 m Seidenfaden. Verrückt!

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Nach dem Ausflug in die Tierwelt ging es weiter zu einem Wasserfall. Uns zwar den Elephant Falls. Sie haben ihren Namen vom Lavagestein welches aussah als sei es Elefantenhaut. Der Wasserfall ist nicht allzu groß aber nicht weniger schön. Und bei knapp über 30 Grad ist so ein bisschen fallendes Wasser auch ganz erfrischend :)

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Und immer wieder Gesellen wir uns zu den einheimischen und Mui stellt mich vor. Macht uns bekannt. Das ist echt nett. Immer wieder.

Menschen treffen

Immer wieder halten wir an und besuchen Menschen auf unserem Weg. Teilweise einfachere Menschen vom Land. Teilweise Händler und Handwerker. Immer ist es im ersten Moment seltsam. Mui meint die meisten hier draußen sehen nie einen Touristen. Und genau so schauen sie auch. Aber sobald man die Hand hebt, lächelt und anfängt zu winken freuen sich alle eine Langnase hier draußen zu sehen. Wirklich ausnahmslos alle. Sie sind freundlich. Fragen, manchmal in gebrochenem und manchmal in erstaunlich gutem Englisch, wo man denn her komme. Die Kinder sind neugierig und zeigen auf meine Nase oder auf die Haare. Mui bindet mich immer wieder mit in die Gespräche ein. Übersetzt. Beantwortet alle meine Fragen. Und auch die Fragen der einheimischen werden beantwortet.

Es ist wirklich ein tolles Gefühl hier Willkommen zu sein. Eine tolle Erfahrung abseits der großen Städte und Touristenzentren. Ich habe auf der ganzen Fahrt mit Mui (in insgesamt 3 Tagen) vielleicht 10 Touristen gesehen, wenn überhaupt.

Es war die richtige Entscheidung. Ein gutes Gefühl!

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Die Brücke

Immer wieder kommt es unterwegs vor, dass Mui einfach mitten in der Landschaft anhält. Meistens wundere ich mich weil es so aussieht als wäre da gar nichts. Manchmal weiß er einfach dass, es etwas zu knipsen gibt und lässt mich ein Weilchen zu Fuß weiter gehen. Manchmal aber, wie in diesem Fall, gab es direkt was am Wegesrand zu sehen. Nämlich eine Brücke.

Mui meint ich soll einfach mal rüber gehen. "Feel it". Na dann. Die Brücke ist etwa 20 m lang und geht in ca. 5-6 Meter über einen Fluss. Als ich näher komme und das Ding so sehe, kann ich irgendwie nur schwer glauben dass hier auch Roller drüber fahren. Naja. Weiter. Es ist brütend heiß. Die Zikaden singen. Nein sie schreien. Hören sich an wie Kreissägen. Die Brücke schwankt und die Löcher die zeitweise in der Brücke sind, sehen beängstigend aus. Unter mir der reißende Strom.

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Um Euch das noch etwas genauer zu zeigen, die Gefahren näher zu bringen, hab ich auf der Brücke nen kleinen Film gemacht :)

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Der erste Reisetag

Wir kommen gegen Abend um 18 Uhr an. Wir sind gerade noch dem Regen entgangen. Es gibt noch Nudeln mit Schweinefleisch. Mui macht sich anschließend früh in die Heia während ich noch draußen bei den einheimischen sitze. Die Familie (Besitzer des Hotels wo wir unterkamen) sitzt zusammen und isst. Ich trinke Bier. Lasse den Tag nochmal Revue passieren. Sovielmal Eindrücke. Mui hat mir so viel gezeigt. Handwerk. Land. Leute. Toll.

Am nächsten Tag geht es auf den Ho Chi Minh Trail und es gibt nochmal Elefanten. Diese Mal aber Echte!!! Dazu aber mehr im nächsten Beitrag.

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Ankommen in Da Lat

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Soooooo nun bin ich an der vorletzten Station angekommen. Da Lat. Ich habe mich direkt am Flughafen 2 (relativ unfreundliche) Mädels aus Canada/USA angeschlossen um uns das Taxi zu teilen. Ein Taxi kostet sonst 250.000 VND. Auch nicht die Welt. Trotzdem was gespart. Eigentlich wollte ich Hotelmäßig zum Lonely Planet Tipp - dem Dreams Hotel. Da die 2 Damen aber meinten Sie hätten es dort versucht und es wäre wohl nichts frei, entschied ich mich kurzerhand auch im Thien An Hotel nach einem Zimmer zu fragen. Und siehe da - es ist noch was frei!

Der Concierge war super freundlich und das Zimmer kostet 20 $. Passt.

Jetzt wird erstmal der Reiseführer studiert und mal geschaut was man hier alles machen kann. Habe vorhin schon gelesen dass Da Lat Disneyland genannt wird. Und da ist wohl ein bisschen was dran :)

Ich lass' mich überraschen.

Hoi An

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Mit Hoi An wurde ich zuerst nicht wirklich warm. Ich fand das Hotel nicht so toll bzw. Es war nicht wirklich wie ich es mir vorgestellt hatte. Es war alles ziemlich touristisch. Mir macht handeln nichts aus. Mit netten Händlern kann das sogar Spaß machen. Aber wenn man weiß das man für den Kauf eines T-Shirts 20 Minuten einplanen muss ist das irgendwie doof. So ging es mir zu Anfang.

Mittlerweile seh ich es lockerer. Alles gut. Ich habe viel gehandelt. Viele nette Vietnamesen getroffen. Und mich mit der Stadt angefreundet. Leider etwas spät. Ich muss nun weiter nach Da Lat.

Pho Hoi Riverside Hotel

Das Hotel liegt gegenüber der Altstadt auf der anderen Seitendes Flusses sehr zentral. Die Zimmerpreise starten bei 35 $ pro Nacht und Zimmer. Das Hotel hat eine Nette Bar direkt am Fluss in der man wunderbar abends sitzen und entspannen (oder bloggen!) kann. Man hat hier Wifi.

Ich war am Anfang etwas verärgert über den "hohen" Preis - aber ich hatte mich einfach nicht schlau gemacht vorher. Dazu kam dass ich erst ein Zimmer ohne Fenster hätte bekommen sollen...bei aller Liebe aber da hatte ich keinen Bock drauf. Mein neues Zimmer hatte Fenster, kostete aber auch 40 $.

Die Zimmer sind groß und hell. Schön und modern eingerichtet. Meine Dusche war was die Sauberkeit anging eher Mangelhaft aber naja...!

Letztlich hatte es gepasst und das Hotel hat sogar einen günstigen Airport-Transfer organisiert. Von daher alles gut.

Klamotten und die Altstadt

Die Altstadt ist wirklich toll. Viele Geschäfte reihen sich dicht an dicht. Es gibt einen Markt direkt im Hafenbereich wo man Obst, Gemüse, Fleisch und Gewürze kaufen kann. Die Stimmung ist wirklich toll. Außerdem kann man sich hier auch für kleines Geld Klamotten Maßschneidern lassen. Und nicht nur Klamotten wie sich rausstellen sollte. Als ich in einem Laden nach Schuhen schaute wurde mir erklärt, dass es auch möglich ist Schuhe neu zu machen oder eben zu kopieren. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und unbedingt ausprobieren.

Nachdem meine Füße kurz vermessen wurden und wir 20 Minuten den Preis verhandelt hatten ging es los. Für knapp 10 Dollar legt Frau Hanh los und macht mir neue Schuhe auf Basis meiner Alten. Nach ca. 4 Stunden darf ich wieder kommen und die neuen Schuhe abholen. Das Ergebnis ist echt verblüffend - und vor allem: Die Schuhe sind unglaublich bequem. Ein wahrer Fußschmeichler!!! Ich bin begeistert und hoffe die Schuhe halten eine Weile :)

Hier noch das Ergebnis (rechts alt, links neu) im Bild samt Bild von Frau Hanh mit der ich mich noch längere Zeit unterhalten hatte. Sehr nett. Danke!

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Muss man also doch nochmal wieder kommen. Und etwas mehr Zeit einplanen für Hoi An! Wird gemacht.

Jetzt geht es in den Flieger und wir sehen/lesen uns in Da Lat.

Ruinen von My Son

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Seit gestern bin ich in der kleinen Hafenstadt Hoi An. Hoi An ist die Stadt wenn es um Klamotten geht. Hier kann man sich für kleines Geld Klamotten schneidern lassen oder seine Lieblingsklamotte kopieren lassen. Ich habe heute mal meine Lieblingsschuhe zur Kopie "eingereicht" und bin gespannt wie die Neuen werden :)

der frühe Vogel fängt den Wurm

Frei nach diesem Motto ging es heute morgen um 5 Uhr per Roller zu den ca. 50 km entfernten Tempelanlagen. Ich wollte einer der ersten sein und auf jeden Fall VOR den Touristenbussen ankommen. Der Plan ging auf und es war noch obendrein ein traumhaftes Wetter. Sonnenschein. Blauer Himmel mit ein paar Schleierwolken - perfekt!

Die Stimmung war wirklich mystisch - meiner Meinung nach nur zu tippen mit Morgennebel...aber dazu war es doch schon etwas spät leider. Bin trotzdem zufrieden und froh :)

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Was sind die My Son Ruinen überhaupt?

Die My Son Tempelanlagen entstammt der Cham-Kultur die im 2. oder 3. Jahrhundert entstand. Leider sind die Anlagen zu 70% im Vietnam Krieg zerstört worden. Das ist echt traurig. De Ruinen sind wunderschön und es herrscht eine traumhafte an der Stätte. Gerade wenn nicht so viel los ist.

Die My Son Ruinen sind Teil des UNESCO Weltkulturerbes seit 1999. das sagt Wikipedia.

Unbedingt anschauen. Aber nicht in einer Tour. Das lohnt sich nicht.

noch ein paar Tipps bevor es zu My Son geht

  • auf jeden Fall so früh wie möglich. Die Anlage öffnet um 06.30 Uhr.
  • am besten selbst mit Roller anreisen. Der Weg ist relativ gut ausgeschildert. Aber trotzdem vorher nochmal in Google Maps schauen. Tankstellen gibt es auf dem Weg genug.
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  • Eintritt kostet 100.000 VND. Im Lonely Planet waren es noch 60.000 VND. Wenn ihr feststellt, dass es teurer wird würde ich mich über einen kurzen Kommentar freuen.
  • Lasst Euch nicht von den Typen mit den Bussen anquatschen. Das ist nur abzocke!!! Einfach sagen ihr seid mit dem Motorbike da :) dann geben Sie Ruhe.
  • Man braucht um alles zu sehen nicht mehr als 1,5 Stunden. Der best erhaltene Teil ist der unten rechts. Siehe die Karte auf dem Foto.
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    Mit dem Zug nach Dong Hoi

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    Wie schon versprochen - hier endlich der Zugpost! nicht wundern die Zugfahrt ist schon ein wenig her. Um 23 Uhr ging es am Sonntag mit dem Nachtzug Richtung Süden. Genauer nach Dong Hoi. Für 870.000 vietnamesische Dong (ca. 30 Euro) bekommt man hier ein Schlafabteil mit 4 Betten. Die Fahrt dauert zwischen 9 und 10 Stunden.

    Reisen mit dem Nachtzug in Vietnam

    Puh. Was soll ich hier sagen? Wo anfangen? Echt schwierig!

    Zusammen mit mir im Abteil waren 3 sehr nette, ältere vietnamesischen Herren. Das war auch schon der positive Teil der Zugfahrt.

    Ich halte mich für wenig empfindlich. Es muss nicht alles tiptop sauber sein. Bin da wirklich Null pingelig. Aber einfach alles an diesem Zug war irgendwie schmutzig oder in in irgendeiner Form ganz schön abgefummelt.

    Als ich in mein Bett hoch stieg (ich hatte ein Bett oben) war das erste was meine entzündeten Augen sehen mussten, eine 2 cm große Kakerlake die sich seitlich zwischen dem unglaublich schmutzigem Kopfkissen und der ziemlich versifften Wand versteckte. Einer von uns musste weichen. Und ich war's nicht. Soviel war sicher.

    Ich hatte mehr Haare im Bett als mir seit einer Woche gewachsen waren. Und weitere Dinge lagen da so rum die ich nicht weiter untersucht habe. Ich war unglaublich (unglaublich!) froh über meinen Hüttenschlafsack. Er war gewaschen und roch wenigstens ein bisschen normal in diesem Moloch :)

    Ich schlief relativ schnell ein und ob man's glaubt oder nicht ich hab echt gut geschlafen. Das mehr oder weniger gleichmäßige Wackeln und Schaukeln des fahrenden Zuges wiegt einen sanft in den Schlaf.

    Hier mal ein paar Bilder. Ich glaube nicht dass die wirklich aussagekräftig sind. Aber schaut selbst...

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    Und auch noch ein Video :) schad ja nix!

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    Dong Hoi

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    Nach einer langen und anstrengenden Zugfahrt (Blogbeitrag zur Zugfahrt kommt noch!) kam ich vorgestern in Dong Hoi an. Dong Hoi ist eine kleine, und wie sich rausstellen wird, sehr sympathische und untouristische Küstenstadt.

    Nam Long Hotel

    Wie es sich für einen ordentlichen Reisebericht gehört will ich natürlich auch immer kurz was zu den Hotels sagen.

    Das Nam Long Hotel hatte ich aus dem Reiseführer (Lonely Planet). Es wurde als sehr sauber, aufgeräumt und touristenfreundlich beschrieben. Genau das war es auch. Frau Nga die Chefin war Super nett und hilfsbereit ohne Ende! Ich war echt begeistert.

    Zimmer sind großzügig und sehr sauber. Das Essen ist leider etwas touristisch aber trotzdem lecker.

    Zimmerpreis lag bei 17 Dollar. Das Frühstück hat ca. 1,50 $ gekostet. Das Wasser aus der Mini-Bar war für umme :)

    mit dem Roller in den Nationalpark Phong-Na-Ke-Bang

    Als ich ankam war es etwas 10 Uhr. Ich wollte am ersten Tag auf jeden Fall die Höhlen sehen und fragte im Hotel nach Touren dorthin. Es waren schon alle Touren abgefahren und die Chefin schlug mir vor mir einen Roller zu Mieten und selbst hin zu fahren. Yay. Tolle Idee.

    Gesagt, getan. Für umgerechnet ca. 7,50 $ pro Tag ging es in den 50 km entfernten Nationalpark. Was soll ich sagen - das erste mal alleine auf den Straßen, die Luft genießen. Es riecht nach Reis auf den Feldern, nach Feuer und immer wieder nach Gewürzen aus den Garküchen am Straßenrand. Ein echt großartiges Erlebnis was ich nicht missen möchte.

    Fantastische Landschaften passiert man auf dem Weg zum Park. Grüne Wiesen, Reisfelder, Berge, Palmenhaine. Unglaublich schön. Je weiter man ins Landesinnere kommt desto leerer und entspannter ist auch das Fahren. Man sieht Land und Leute ganz anders und ich halte auch mal im nirgendwo um mir Wasser und eine Melone zu kaufen. Grandios. Reiseglück.

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    die Phong-Nha-Höhle

    Der Nationalpark bietet 2 besuchbare Höhlen.

    Am ersten Tag meines Rollertrips stoppte ich an der Phong-Nha-Höhle 50 km von Dong Hoi. Ich musste hier zwangsläufig auf eine relativ teurer Tour wechseln da nicht genug Leute da waren. Schließlich schloß ich mich einem netten Vietnamesischen Pärchen an.

    Die Phong-Nha-Höhle ist nur mit dem Boot befahrbar. Und so geht es mit dem Boot in die Höhle - innen machten wir bewaffnet mit Kopflampen eine (Kletter)-Tour durch die stockfinstere Höhle und sehen jede Menge Stalakmiten, Stalaktiten, und viel, viel Gestein.

    die Paradieshöhle

    Am zweiten Tag ging es mit einem coolen holländischen Pärchen auf zur zweiten und, laut vielen Leuten, schöneren Höhle. Die Paradieshöhle.

    Es gilt nochmal den gleichen 50 km langen Weg wie am Vortag zu bewältigen. Von der Phong-Nha-Höhle aus geht es noch weitere 25 km zur Paradieshöhle. Diese weiteren 25 km eröffnen noch einmal schönere Landschaften als bisher. Fabulös.

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    Die Höhle liegt versteckt etwas höher in den Bergen. Der Eintritt kostet 120.000 VND (ca. 6 Dollar). Vom Eingang bis zum Aufgang zur Höhle ist es ein etwa 10 minütiger Fußweg. Von dort an kann man wählen ob man 524 Stufen steigen will oder einen etwas weiteren aber dafür flacheren Anstieg. Wir entscheiden und für den Flachen. Trotzdem anstrengend. Bei 25-30 Grad und hoher Luftfeuchte ist alles anstrengend!

    Oben angekommen geht es nach kurzer Pause in die Höhle. Das ist tatsächlich die erste Höhle die mich wirklich beeindruckt. Wunderschön. Riesig. Die höchsten Decken liegen bei 80-90 Meter. Bilder können das leider nur schlecht dokumentieren...!

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    Wir hatten Glück! Anfangs war die Höhle ziemlich voll - aber die meisten Touristen waren schnell weg. Je leiser es wurde desto intensiver wurde auch das Höhlenerlebnis. Echt toll!

    Beim Abstieg trafen wir noch zwei lustige und ziemlich Fotoverliebte Kollegen :)

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    Land, Leute und Travellers in Dong Hoi

    Nach 2 Tagen Dong-Hoi hab ich viele coole Leute kennen gelernt. Bierabende gab es immer mit den gleichen Verdächtigen :) ein Amerikaner aus New Orleans, und den Niederländern. War wirklich entspannt.

    Interessant ist dass 90% der Leute die ich bis jetzt traf, Langzeitreisende sind. Die meisten ein halbes Jahr und länger. Toll! Yuki der Amerikaner und ein Holländer hatten sogar ihr eigenes Motorbike.

    Es gab also immer nette Gesellschaft. Und auch die Vietnamesen waren Super nett. Und nicht aufgesetzt nett. Wirklich freundlich, NICHT bemüht dich um jeden Dollar zu bringen :)

    Hat mich sehr gefreut Dong Hoi. Mach's gut!