Der Grand Canyon

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Das letzte große Abenteuer...

Es ist wohl eins der beeindruckendsten Felsmassive die die Natur je hervorgebracht hat. Die knapp 450 km lange, vom Colorado River in Jahrtausenden ausgewaschene, Schlucht zieht sich quer durch den Bundesstaat Arizona.

Aber im Canyon waren wir noch nicht! Erstmal geht's auf zur Zimmersuche. Vom East-Entrance-Eingang bis zum Grand Canyon Village fährt man nochmal ca. 30 Minuten. Wir machen kurz am Desert View halt und genießen schon mal den großartigen Ausblick ins Tal. Nach diesem kurzen Stop gehts aber gleich weiter ins eigentliche Grand Canyon Village. Dort angekommen schauen wir als erstes nach einer geeigneten Übernachtungsmöglichkeit - davon gibt es hier im Village genug...die Frage ist nur zu welchen Preisen!? Hängen bleiben wir schließlich in der Yavapai Lodge in der wir dreist ein Zimmer für 2 Personen buchen - bei dem ich mich dezent im Hintergrund halte und Metin und Christian die offizielle Gruppe "miemen". Die Zimmer liegen in kleinen Apartmentanlagen die Blockhütten ähneln (siehe auch Karte). Sie sind geräumig, sauber und mit zwei Queensize Betten ausgestattet. Das Auto parkt direkt vor der Anlage - was will man mehr?

Am Abend erkunden wir erstmal die Begebenheiten und wo es Essen und Auskunft über die Touren im GC gibt (Shopping Zentrum in der Übersichtskarte). Es gibt einen General Store, eine Kantine und einen Souvenirshop sowie in der Nähe auch einen Waschsalon. Ist also alles da was das Herz begehrt und den Wandersmann erfreut. Wir decken uns erstmal mit Vorräten ein und ich halte Ausschau nach einem T-Shirt - was ich mir dann auch zulege! Auch Infomaterial zum Canyon und den Touren holen wir uns noch um den nächsten Tag entsprechend zu planen! Geplant ist der insgesamt 12 Meilen lange Bright Angel Trail...

Bright Angel Trail

Am nächsten Morgen gehts auf einem längeren Marsch. Die ganzen 12 Meilen werden wir leider nicht machen können, da man dazu eine Übernachtung im Canyon-Tal machen müssten. Diesen Spaß müssen wir uns leider aus Zeitgründen entgehen lassen :( aber nichts desto trotz immerhin bis zum "Three-Mile-Resthouse" schaffen wir es an diesem Tag (Bild unten)

Wir starten am Bright Angel Trailhead - schon der Ausblick von da ist gigantisch und es reizt wirklich da hinunter zu steigen und die Luft, die Sonne und die Natur zu genießen. Wichtig: Immer genug zu trinken mitnehmen denn der Abstieg ist zwar einfach - der Aufstieg wiederum hat es ganz schön in sich!

Aber sowohl der Ab wie auch der Aufstieg lohnt sich in jedem Fall und Camping zu Füßen des Colorado River wäre eine super Sache gewesen...wäre! Aber das wird nachgeholt - spätestens beim Besuch vom Yellowstone Park machen wir nen Abstecher hierher :P

Das einzige was etwas nervt (bei Ab- wie auch beim Aufstieg) sind die Touristen! Zumindest wenn die in rauhen Mengen auftreten. Mancher Wandersgruß war dann nach dem 1.000 Mal "Hi, heya, Hallo..." auch wirklich nervig - ja du hast ja Recht Metin...geb ich zu! Nett widerum war immer mal wieder den geführten Mulitouren zu begegnen die auf den Wanderwegen hier unterwegs sind (Bild oben).

Der Bright Angel Trail hat 4 "Pausenpunkte" auf dem Weg nach unten zum Colorado River:

  1. Das Mile-and-a-half-Resthouse
  2. Das Three-Mile-Resthouse
  3. Den Indian Garden
  4. und den Plateaupoint

Siehe auch die Übersichtskarte weiter oben. Es gibt an keinem dieser Rastplätze irgendeine Versorgung mit Wasser oder Essen - daher ist es doppelt wichtig genug Nahrung und Wasser mit zu nehmen! Den Weg ganz nach unten UND wieder hoch wird man an einem Tag (bei Tageslicht) nicht schaffen und es wird auch definitiv davon abgeraten!

Der ca. 3 Meilen lange weg wieder nach oben zum Trailhead ist wirklich "exhausting" wie der Amerikaner sagen würde. Bringt einen schon an seine Grenzen ist aber auch gleichermaßen schön wenn man es dann geschafft hat! :)

Abends am Grand Canyon

Nach dem Essen in der "Kantine" laufen wir gemütlich nochmal zum Canyon Rand um den Sonnenuntergang zu genießen und noch ein bisschen in die Weite zu glotzen :) SCHÖN!

Fotografisch hat mich am Sonnenauf- wie auch am Untergang genervt dass man überall diese harten hässlichen Schatten hat - aber da kann man wohl nicht viel gegen machen - ist halt so! :P Toll war das auf einem Felsstück an diesem Abend ein Cowboy saß und gesungen hat - hätte ich ne gescheite Videokamera gehabt hätt ich es gefilmt - so muss es ein Foto tun!

Im nächsten Post gibt es noch ein paar Frühaufsteher Bilder der Canyonformationen zu sehen und dann gehts auch schon zur letzten Station des Trips und zum Vorletzten Post meines USA Reiseberichts.

Bis dahin noch eine schöne Woche und viel Spaß bei was auch immer ihr tut! :)