04:30 Uhr ist heute Abfahrt zum Aussichtspunkt in der Nähe von Điện Biên Phủ. Als wir den kleinen Anstieg erklimmen ist es noch stockdunkel. Nur meine Kopflampe erhellt den schmalen Pfad.

Der Tag erwacht langsam zum Leben. Stück für Stück kann man die Nebelschwaden erkennen die langsam durchs Tal ziehen. Der Ausblick ist unschlagbar und brennt sich nachhaltig in die Netzhaut. Ich mache jede Menge Fotos aber die meisten gefallen nicht wirklich.

Ein Stückchen weiter oben auf dem Gipfel der kleinen Anhöhe zeigt uns Steffen ein paar Kniffe beim Blitzen und wir lernen worauf es beim entfesselt Blitzen ankommt.

Etwas später machen wir uns auf in eine „kleine“ Höhle. Ich habe das letzte Mal in Vietnam 3 Höhlen gesehen. Aber keine war so faszinierend wie diese. An den höchsten Stellen misst sie wahrscheinlich zwischen 10 und 12 Metern. Je weiter wir vordringen desto feuchter wird es. An der Decke hängen 100erte Fledermäuse die auffliegen wenn wir sie mit dem Licht unserer Kopflampen streifen.

Tiefer im Inneren der Höhle, wo es ganz dunkel ist, malen wir mir Licht und experimentieren wild mit Langzeitbelichtungen. Aus Mangel eines Stativs wird den anderen assistiert und ich mache ein paar Schnappschüsse aus der Hand.

Als wir die Höhle verlassen ist es gerade mal 14 Uhr. Die Tage kommen einem lange vor. So viele Erlebnisse. Immer früh aufstehen. Der Kopf ist voll – aber auf eine angenehme Art. Erholung für das Gehirn und Entspannung für die Augen.

Es gibt Tage da kann man die eigenen Bilder nicht leiden…heute war so ein Tag! Gibt trotzdem ein paar aufs Auge!

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Ich wache um 5 Uhr ohne Wecker vom Krähen mehrerer Hähne auf. Es ist noch dunkel in Son La. Der Rücken schmerzt. Ich fühle mich gerädert. Die Nacht war definitiv zu kurz. Naja es heißt schließlich auch Abenteuer Vietnam und nicht „Sissi in Vietnam.“

Plötzlich lautes Schreien von ein paar Schweinen. Ich musste direkt an den Film Hannibal denken. Ich richte mich auf und spüre meinen Rücken jetzt erst richtig. Es fühlt sich an als hätte ich einen blauen Fleck. Vielleicht doch eher Prinzessin auf der Erbse.

Nach dem Frühstück geht es direkt los in Richtung Dien Bien Phu. Vor uns liegen ca. 150 km schönste Landschaft voll Reisfeldern, Bergen und Flüssen.

Wir halten in ein paar Dörfern, gehen auf den Markt und „unterhalten“ uns mit den Einheimischen. Klar versteht man nicht alles, aber es ist mehr als ich je gedacht hätte. Auf der ersten Abenteuer Vietnam Tour hatte Steffen, Heiko und Ly mit de Workshop Teilnehmern einen Halt in einem Dorf mit einer Schule gemacht. Steffen hat die Fotos mittlerweile entwickelt und ausgedruckt und wir haben heute die Ehre die Bilder den Kindern zu übergeben. Um nicht zu viel Aufsehen zu erregen gehen nur 2 Leute mit Steffen zur Schule. Yannick und ich sind die beiden Glücklichen.

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Als wir an die Schule kommen strecken schon die ersten drei Neugierigen ihren Kopf vom Schulgelände und kommen nach ein bisschen winken auch direkt zu uns. Wir zeigen ein paar Bilder von den Klassenkameraden und geben zu verstehen dass sie uns zu ihren Mitschülern bringen sollen. Die drei kichern hinter vorgehaltener Hand und wir können ihnen von den Augen ablesen dass wir der Grund sind. Auf dem Schulgelände treffen wir einen Lehrer und eine Lehrerin die uns erklären dass ein paar noch beim Essen sind.

Wir warten so lange im Musikzimmer der Schule. Das Zimmer ist knapp 20 m“ groß. Es gibt eine Tafel, Schulbänke, Gitarrendeko an der Wand und sogar einen Computer. Über den Gitarren hängen berühmte Musiker aus Vietnam und sogar Beethoven hat seinen Weg an die Wand gefunden.

Nach und nach kommen immer mehr Kinder und wir verteilen fleißig die Bilder. Yannick und ich lotsen die Kinder nach draußen für ein Gruppenbild. Wir animieren sie die Arme hochzureißen und zu jubeln. Und auch ohne Vietnamesisch verstehen wir uns alle prima.

Das Gruppenbild drucke ich auf dem kleinen Instax Drucker aus und die Kinder kommen immer näher. In wenigen Sekunden bin ich umringt von Dutzenden Kindern. Alle wollen sehen was die Langnase da in der Mitte macht. Als das Bild raus ist und noch nichts zu erkennen ist staunen alle und wundern sich warum man nichts sehen kann. Nach ein paar Minuten ist das Bild fertig und der Kampf um die Bilder startet. Jeder will eins ergattern. Alle kreischen durcheinander schubsen mich durch die Gegend und ich kann mich in der Hocke kaum halten. Wenn ich nach oben schaue sehe ich vom Himmel nur noch ein kleines Stück. Der Rest ist von den Kindern verdeckt.

Yannick weiß sich nicht anders zu helfen als auf eine Bank zu steigen da er sonst das Foto sofort aus der Hand gerissen bekommt.

Ich habe selten so viel ehrliche Freude und kindliche Aufgeregtheit erlebt. Wirklich zuckersüß. Ich sitze gerade hier im Bus und wenn ich drüber nachdenke und und mich an den Moment erinnere kommen mir wieder die Tränen. Wir waren alle mal so. Unbeschwert und Glücklich. Aber genauso geht es mir gerade auch.

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Wer noch mehr Bilder und Videos sehen möchte darf gerne auch mal hier www.mw-fotografie.de oder auf Facebook vorbei schauen – würde mich freuen!

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Ausnahmsweise bin ich heute pünktlich unten vor der Tür des Viethouse. Anne sitzt schon da mit Heiko. Es ist kurz nach 05:30 Uhr. Der Himmel über Hanoi wird langsam heller. Hung, unser Fahrer ist noch nicht da. Nach und nach trudeln alle unten ein. Die Mehrzahl von uns ist magenmäßig ein bisschen angeschlagen. Da hilft nur: Pille rein, glücklich sein!

Als Hung kommt laden wir das Auto ein. Gepäck, Wasser, Decken und alle Vietnam Abenteurer – alle(s) an Bord. Pünktlich um 06:15 Uhr müht sich unser Ford-Transit durch den morgendlichen Verkehr der Hanoier Innenstadt. Jede Menge Schüler und Studenten, Berufstätige treiben über die schmutzigen Straßen an Ihren Bestimmungsort. Die meisten mit dem Roller. Die Kinder zu Fuß und dann mit dem Bus. Die City von Hanoi erstreckt sich noch weit bis in die ländlichen Außenbezirke. Einmal aus Hanoi raus geht es lange geradeaus und langsam aber sicher wird es immer ländlicher. Wir haben noch knapp 300 km vor uns, dann sind wir in Sơn La.Nach einer einem Weilchen brummt eine sonore Stimmt von der Rückbank: „Hungeeeer“. Heikos Magen rebelliert. Wir können ihn förmlich im ganzen Bus schreien hören. Ein wildgewordener Drache, würde sich bei dieser Geräuschkulisse wieder in seine Höhle verziehen.
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Ca. um 9 Uhr machen wir den ersten Stop zum Frühstück in einer kleinen Garküche mit sehr netter Chefin. Es gibt Pho Ga (Suppe mit Hühnchen und Nudeln).

Kurz bevor es weiter geht machen wir noch mit ein paar Leuten am Straßenrand Selfies. Andreas ist einfach unser Star! Den bunten Haaren kann einfach keiner widerstehen. Die Freude ist groß. Aber wie groß die Freude sein kann sehen wir bei unserem ersten außerplanmäßigen „Dung-Lai-Stop“ (Dung-Lai heißt anhalten und sobald unser Fahrer das hört zieht er die Handbremse und wir stoppen).

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Wir halten vor einer Schule und entschließen uns kurz einen Abstecher zu machen. Die Kinder sind im Pausenhof, im Schulgebäude auf dem Balkon und sonst auf dem Gelände verteilt. Je näher wir kommen desto lauter wird das Geschrei. Zum einen weil wir alle Langnasen sind und zum anderen weil die Kinder Andreas mit seinen bunten Haaren entdeckt haben. Ungefähr so muss sich Justin Bieber fühlen wenn er in die Menge taucht. Die Kinder sind außer Rand und Band. Schreien, Kreischen, Lachen. Alles zusammen und in ohrenbetäubender Lautstärke. Wirklich einmalig. Beim Schreiben muss ich wieder Grinsen.

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Die Fahrt geht weiter und Steffen gibt uns die erste Mindclass Stunde. Zwischendurch halten wir immer mal wieder an, genießen die Aussicht und Fotografiere. Der erste kleine Stopp ist in einer Kurve am Fuße eines Teefeldes. Nach weiteren intensiven Kilometern voller Landschaft, gedanklichem Input und noch mehr Spirit machen wir irgendwann an einem kleinen Hang halt an dem Zuckerohr geerntet wird. Katrina und Andreas beschließen zu den Feldarbeitern zu gehen. Jo-Jo macht sich auf den Weg die Straße runter und Anne, Yannick und ich laufen ein Stück die Straße hoch um uns die Beine zu vertreten. An einem kleinen Wasserloch wäscht sich ein Feldarbeiter gerade die Füße. Yannick mag kurzerhand dazustehen und rutscht auf dem lehmigen Boden aus und fällt hin. Kurze Schocksekunde. Yannick will (ist klar!) als erstes die Kamera in Sicherheit wissen. Die ist staubig und die Sonnenblende ist kaputt. Ansonsten auf den ersten Blick alles gut. Yannick hat sich den Ellenbogen aufgeschürft muss aber nicht zurück gelassen werden (sehr zu seiner Freude!).

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Nach über 10 Stunden Reise kommen wir gegen 17 Uhr in Sơn La an. Wir laden unser Gepäck ins Hotel und vertreten und noch ein bisschen die Füße. Wir treffen jede Menge Kinder da wir gegenüber einer Schule untergebracht sind. Die meisten sprechen super englisch und sind maximal zwischen acht und zehn Jahren alt. Wir bummeln, trinken Zuckerohrsaft und vorbringen den Abend bei gemeinsamen Essen in der Garküche neben unserem Hotel. Eigentlich wollten wir alle früh ins Bett. Eigentlich…

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  • Oliver - Hallo, eine Frage: Welche Kamera benutzt du für die tollen Schnappschüsse?

    Danke und Gruss
    OliverAntwortenCancel

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Leute ich hänge! Und zwar etwas hinterher. Durch’s Schreiben des Tourblogs wurde ich ein wenig zurück geworfen. Daher heute nur einen kurzen Post!

Die Vietnamesen sind echt einmalig. Wir hatten heute morgen früh um 6 das Vergnügen beim Frühsport, Lachyoga und Tanz am Pavillon zuzusehen. Und das allerbeste ist – man ist überall auch Willkommen. Stellt Euch den Paradeplatz in Mannheim oder den Bismarckplatz in Heidelberg morgens um 6 Uhr vor. Ein paar Menschen machen Sport, Aerobic, Tanzen oder sogar Yoga. Für uns unvorstellbar. Aber es geht. Und es macht gute Laune. Wahrscheinlich denkt ihr jetzt der Wiegelmann spinnt. Und die Vietnamesen erste recht…aber habt ihr es schon mal versucht?

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Rollertour mit Hong

Ich habe mich ja im Vorfeld versucht so gut es geht vorzubereiten. So habe ich versucht schon möglichst früh Shootings zu planen. Zwecks Übersetzung hat mir Hong sehr geholfen. Ich hatte ihn in einer vietnamesischen Fotogruppe kennen gelernt. Wir hatten uns heute verabredet und Hong hat mir ein bisschen Hanoi gezeigt.

Wir haben uns zu erst auf einen Kaffee getroffen und sind dann noch mit dem Roller rum gefahren. Über den roten Fluss und um den kompletten Westsee. Hat super Laune gemacht. Hong war etwas Fotoscheu daher gibt es nur Bilder von hinten.

Riesiges Danke an dich für einen tollen Nachmittag!

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Die anderen Abenteurer

Ich kann Euch nur immer auch wieder die Berichte meiner mitreisenden ans Herz legen. Wir sind echt eine tolle Gruppe. Mittlerweile alle mit Schlafmangel und trotzdem gut drauf 😉

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Der erste Tag startet ausgeschlafen um 8 Uhr mit Frühstück nebenan. Naja fast um 8 Uhr. Ich bin 5 Minuten zu spät und ziehe Heikos Zorn auf mich. Notiz an mich: Darf nicht mehr passieren und muss mit Bestechung wieder gut gemacht werden. Zum Frühstück gibt’s Bun Than (Nudelsuppe mit Hühnerfleisch).

Gedanken zur Reportage-Fotografie

Ab 9 Uhr sitzen wir alle zusammen, stellen unsere Projekte und Themen vor  und Steffen bespricht mit uns was man für eine Reportage braucht bzw. was eine Reportage eigentlich ist. Und vor allem auch was wirklich wichtig ist. Er zeigt uns seine eigenen ersten Reportagen (keine Hochzeiten) und was dabei schief ging bzw. welche Fehler er gemacht hatte. Super interessant. Und schon der erste (bzw. zweite Tag) ist damit unglaublich lehrreich.

Allerdings stimmt mich Steffen auch nachdenklich. Meine Gedanken bewegen sich weg von „normalen Tourifotos“. Durch seine Worte und Ausführungen werden Bilder der Straßenverkäufer, Mopedfahrer und der restlichen Hanoier Bevölkerung belanglos. Nicht dass ich keine mehr machen möchte –  ich brauche die Bilder als Erinnerung an die Momente, als Gedankenstütze und vielleicht auch um irgendwann wieder ein bisschen „Hannoier Feeling“ aufkommen zu lassen. Für mich sind sie zur Dokumentation unerlässlich. Und trotzdem fühlen sie sich belangloser an.

Eine Reise einfach nur zu dokumentieren ist keine Reportage im eigentlichen Sinn. Schon wahr. Nur eine Aneinander-Reihung von Ereignissen. Für mich ist es völlig in Ordnung Dinge festzuhalten und auch den Reiseverlauf zu dokumentieren. Ist mir super wichtig. Ich mag nichts vergessen unterwegs. Später nachlesen zu können ist immer super.

Eine Reportage ist es dennoch nicht. Es fällt einfach schwer Spannung aufzubauen bei 15 Blogposts und nem Haufen Bildern:)

Zuhause in Vietnam

Auch wenn mein Thema für mich recht klar ist, denke ich viel darüber nach. Wird das überhaupt klappen bei Menschen „zu Gast“ zu sein. Finde trotz Sprachbarriere Zugang zu den Vietnamesen? Finde ich eine einheitliche Darstellung meiner Zuhause Situationen. Die Angst ist recht groß den Moment zu verpassen bzw. nur Bilder zu bekommen die ich am Ende nicht leiden kann. Ich lass‘ es auf mich zu kommen. Sobald wir im Bus sitzen will ich mir ein Konzept schreiben. Dinge die ich beim Zuhause Shooting unbedingt haben will. Beispiel Bilder aufs Handy ziehen und mich gedanklich vorbereiten.

Auf der Jagd nach Hochzeitspaaren in Hanoi

Bevor wir am späteren Nachmittag noch eine kleine Tour mit Elektroautos durch die Hanoier Altstadt machen geht es noch Kaffee trinken. Und ich bekomme endlich einen der sagenhaften und geheimnisvollen King Roti Teigteilen. Die sind der Hammer. Gefüllt mit Schokolade, Vanille oder grünem Tee. Ein Gedicht.

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Anschließend sind Yannick und ich nochmal an einen Platz am Hoan Kiem See gelaufen weil wir eine Hochzeit entdeckt hatten. Allerdings waren die schon fast im Aufbruch als wir ankommen. Daher haben wir auf dem Platz östlich

ein paar neue Bekanntschaften gemacht. Und zu allem Überfluss mit ein paar „I love you“ Ballons (die eigentlich fürs Brautpaar waren) zum Affen gemacht!

Mir war es (wie auch schon am ersten Tag) wichtig Menschen einfach anzusprechen und sie für eine Foto zu gewinnen. Diese beiden hier haben erst gezögert. Aber nach einer kurzen Vorstellung und einer kurzen Erklärung waren sie ziemlich zufrieden!

Yannick hatte derweil bei einer Umfrage mit 4 netten Studenten aus Hanoi mit gemacht. Als ich gerade dazu kam ging es um die „Vorteile“ von Hanoi. Bei uns lagen klar die Menschen auf Platz 1, gefolgt von den schönen Orten und dem Essen.

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A apropos Essen. Zur Nahrungsaufnahme geht es heute in einen echt ihrigen Laden Namens Chim Sao. Uhrig würde man ihn in Bayern nennen. Gegessen wird am Boden. Das Essen ist der Hammer.Von Wasserbüffel über leckeren Salat bis hin zu wirklich Hammer-Tofu! Super lecker. Irgendwie kommt es mir so vor als hätte ich bisher noch nicht einmal das Gleiche gegessen.:)

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Am späten Abend geht es noch mit Anne und Katrina an den Hoan Kiem See. Das Seeufer und die umliegenden Plätze sind voll mit Menschen. Es ist Sonntag Abend und es tobt hier wirklich der Pabst im Kettenhemd. Die Gehwege sind beleuchtet wie an Weihnachten. Wir teilen uns auf und ich treffe noch auf ein paar Breakdancer die vor dem einem Denkmal ein paar cooles Moves machen.

Mit einem Foto auf dem Handy (eine gegoogelt Breakdance Gruppe) erkläre ich Ihnen dass ich gerne so ein Bild hätte:)sie sind sofort dabei und geben alles. Motivmäßig hat es mir am Ende gar nicht gefallen aber ein Spaß war es trotzdem:)

Anschließend machen ich es mir noch direkt am Ufer gemütlich wo Anne noch ein paar Nachtaufnahmen schießt. Mega professionell mit Stativ. Ich muss da ohne durch!!

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P.S.: Ab morgen muss ich versuchen mich mehr um die Gruppe zu kümmern:)fotografisch! Schluss mit Faulenzen!

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