Hochzeitsfotografie

Nach nun 2 Wochenenden mit Hochzeitsshootings (ingesamt mein 6tes Shooting nun) muss ich sagen es war mir wirklich ein FEST! :) Doch das Fotografieren von Hochzeiten ist immer anstrengend und erfordert viel Konzentration und Routine mit der Kamera. Ich habe hier mal zusammengefasst was ich so tue und mitnehme wenn es um ein Hochzeitsshooting geht:

1.) Bevor es los geht - Vorbesprechung Eine der wichtigsten Sachen, wie bei so vielen Dingen, ist die Vorbereitung. Wenn man gut vorbereitet ist spart man sich im Nachhinein jede Menge Hektik und Misverständnisse mit dem Brautpaar. Auf jeden Fall bei einem Vortreffen den Tag nochmal kurz durchsprechen und eventuell die folgenden Dinge klären:

  • Ort, Datum und Uhrzeit der Hochzeit (inklusive aller Adressen an die gewechselt werden muss)
  • Ablauf der Trauung, ev. Shooting danach, Hochzeitsfeier - zeitliche Agenda
  • Welche Art von Fotos sind gewünscht oder vielleicht gar nicht gewollt?
  • Wieviele Gäste werden ungefähr anwesened sein - gerade im Bezug auf das Gruppenfoto kann das wichtig sein (komme ich nachher noch dazu)
  • Wenn man das Brautpaar nicht kennt schadet es nichts sich Fotos von den Eltern und den Trauzeugen zeigen zu lassen (so muss man nachher nicht rätseln :P)

Hier gilt auf jeden Fall: Je mehr man weiß und den Geschmack des Paars kennt desto besser - also fragen, fragen, fragen!

2.) Wenn man sich nicht sicher ist davor - Location checken Gerade wenn man sich selbst nicht ganz sicher ist über die örtlichen Gegebenheiten sollte man sich die auf jeden Fall vorher nochmal in Ruhe anschauen. So kann man vorher zum Beispiel schon mal die Kirche inspizieren um die Lichtverhältnisse zu prüfen und den verfügbaren Platz für ein Gruppenfoto zu checken. Hat man direkt vor der Kirche keinen Platz kann man nochmal in der Umgebuung schauen was sich vielleicht eignet.

Wenn nach oder vor der Kirche ein kleines separates Shooting eingeplant ist, kann man sich hier auch schon mal umschauen nach schönen und vielleicht außergewöhnlichen Orten suchen. Denn immer nur den gleichen Park fürs Shooting zu nehmen finde ich persönlich ziemlich langweilig. Ein einsamer Turm, ein Schloss, ein großer Platz in einer Altstadt oder dergleichen finde ich genauso geeignet.

Der ausgesuchte Platz sollte dann natürlich mit dem Brautpaar abgesprochen und auch genehmigt sein :)

3.) Was ich so alles mitnehme wenns los geht - Checkliste

  • meine Bilder/Motiv Checkliste - ein toller Tipp von Scott Kelby aus dem Buch: Das Digitale Fotografie Buch In so einer Liste kann man sich alle Motive listen die man den Tag über nicht vergessen darf und nachher immer abhaken was gemacht ist.
  • Außer Frage steht dass man wirklich 2 Kameras dabei haben sollte - was ich mir bis dato leider noch nicht leisten kann - aber ich würde es tun wenn ich eine hätte!
  • Objektive - hier kommt meine Auswahl an Objektiven
  1. 50mm f1,8 für schöne Portraits und Lichtstarke Bilder auch in dunkleren Räumen
  2. 17-50mm f2,8 für die Weitwinkelaufnahmen vor und in der Kirche. Auch bestens geeignet für "Menschenmassen" :)
  3. 18-200mm f5,6 für das was man sich näher ranholen muss und lieber mit etwas Abstand fotografiert - unbemerkt ist da meistens besser! Hier sei gesagt dass ich das 18-200mm Kit-Objektiv von Canon nutze und leider nicht wirklich zufrieden bin mit der Qualität, aber da sind wir auch wieder bei den 2 Kameras...
  4. alternativ dazu habe ich noch ein lichtstarkes Tamron 28-75mm f2,8, dass ich auch noch dabei habe wenn man mal etwas zoomen muss.
  • Genügend Speicherkarten mit genügend Speicherplatz - gerade wenn man RAW fotografiert ist das natürlich elementar!
  • Ersatzakkus!
  • Eine mobile Festplatte mit der man schon unterwegs Sicherungskopien der Bilder anlegen kann - ich benutze die hier (EPSON P-4000)
  • ein Stativ für Gruppenfotos und eventuelle Fotos bei Nacht - je nachdem wie lange es gehen soll!
  • einen Fernauslöser darf dann natürlich auch auf keinen Fall fehlen!
  • einen Aufsteckblitz - auch wenn ich kein Fan von geblitzten Bildern bin (zumindest wenn nur ein Blitz frontal im Spiel ist) habe ich immer einen dabei. In Kirchen kann man mit einer Reflexscheibe oder einem Stück weißen Karton und nach oben gerichtetem Blitz schon viel erreichen und einigermaßen sanft ausleuchten.
  • Was auch immer nichts schadet ist eine kleine Leiter im Auto liegen zu haben falls man bei Gruppenaufnahmen etwas höher hinaus muss!

So viel erstmal von mir zum Thema Hochzeitsfotografie - auf der Seite von Michael Kirchner gibt es noch mehr ausführliche und gute Tipps zum Thema Hochzeitsfotografie! Also auch da mal vorbeischauen.

Wünsche Euch einen schönen Sonntag, freue mich über Kommentare und Ergänzungen und wünsche Euch viel Spaß beim "knipsen"!