Vietnam

Ruinen von My Son

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Seit gestern bin ich in der kleinen Hafenstadt Hoi An. Hoi An ist die Stadt wenn es um Klamotten geht. Hier kann man sich für kleines Geld Klamotten schneidern lassen oder seine Lieblingsklamotte kopieren lassen. Ich habe heute mal meine Lieblingsschuhe zur Kopie "eingereicht" und bin gespannt wie die Neuen werden :)

der frühe Vogel fängt den Wurm

Frei nach diesem Motto ging es heute morgen um 5 Uhr per Roller zu den ca. 50 km entfernten Tempelanlagen. Ich wollte einer der ersten sein und auf jeden Fall VOR den Touristenbussen ankommen. Der Plan ging auf und es war noch obendrein ein traumhaftes Wetter. Sonnenschein. Blauer Himmel mit ein paar Schleierwolken - perfekt!

Die Stimmung war wirklich mystisch - meiner Meinung nach nur zu tippen mit Morgennebel...aber dazu war es doch schon etwas spät leider. Bin trotzdem zufrieden und froh :)

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Was sind die My Son Ruinen überhaupt?

Die My Son Tempelanlagen entstammt der Cham-Kultur die im 2. oder 3. Jahrhundert entstand. Leider sind die Anlagen zu 70% im Vietnam Krieg zerstört worden. Das ist echt traurig. De Ruinen sind wunderschön und es herrscht eine traumhafte an der Stätte. Gerade wenn nicht so viel los ist.

Die My Son Ruinen sind Teil des UNESCO Weltkulturerbes seit 1999. das sagt Wikipedia.

Unbedingt anschauen. Aber nicht in einer Tour. Das lohnt sich nicht.

noch ein paar Tipps bevor es zu My Son geht

  • auf jeden Fall so früh wie möglich. Die Anlage öffnet um 06.30 Uhr.
  • am besten selbst mit Roller anreisen. Der Weg ist relativ gut ausgeschildert. Aber trotzdem vorher nochmal in Google Maps schauen. Tankstellen gibt es auf dem Weg genug.
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  • Eintritt kostet 100.000 VND. Im Lonely Planet waren es noch 60.000 VND. Wenn ihr feststellt, dass es teurer wird würde ich mich über einen kurzen Kommentar freuen.
  • Lasst Euch nicht von den Typen mit den Bussen anquatschen. Das ist nur abzocke!!! Einfach sagen ihr seid mit dem Motorbike da :) dann geben Sie Ruhe.
  • Man braucht um alles zu sehen nicht mehr als 1,5 Stunden. Der best erhaltene Teil ist der unten rechts. Siehe die Karte auf dem Foto.
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    Mit dem Zug nach Dong Hoi

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    Wie schon versprochen - hier endlich der Zugpost! nicht wundern die Zugfahrt ist schon ein wenig her. Um 23 Uhr ging es am Sonntag mit dem Nachtzug Richtung Süden. Genauer nach Dong Hoi. Für 870.000 vietnamesische Dong (ca. 30 Euro) bekommt man hier ein Schlafabteil mit 4 Betten. Die Fahrt dauert zwischen 9 und 10 Stunden.

    Reisen mit dem Nachtzug in Vietnam

    Puh. Was soll ich hier sagen? Wo anfangen? Echt schwierig!

    Zusammen mit mir im Abteil waren 3 sehr nette, ältere vietnamesischen Herren. Das war auch schon der positive Teil der Zugfahrt.

    Ich halte mich für wenig empfindlich. Es muss nicht alles tiptop sauber sein. Bin da wirklich Null pingelig. Aber einfach alles an diesem Zug war irgendwie schmutzig oder in in irgendeiner Form ganz schön abgefummelt.

    Als ich in mein Bett hoch stieg (ich hatte ein Bett oben) war das erste was meine entzündeten Augen sehen mussten, eine 2 cm große Kakerlake die sich seitlich zwischen dem unglaublich schmutzigem Kopfkissen und der ziemlich versifften Wand versteckte. Einer von uns musste weichen. Und ich war's nicht. Soviel war sicher.

    Ich hatte mehr Haare im Bett als mir seit einer Woche gewachsen waren. Und weitere Dinge lagen da so rum die ich nicht weiter untersucht habe. Ich war unglaublich (unglaublich!) froh über meinen Hüttenschlafsack. Er war gewaschen und roch wenigstens ein bisschen normal in diesem Moloch :)

    Ich schlief relativ schnell ein und ob man's glaubt oder nicht ich hab echt gut geschlafen. Das mehr oder weniger gleichmäßige Wackeln und Schaukeln des fahrenden Zuges wiegt einen sanft in den Schlaf.

    Hier mal ein paar Bilder. Ich glaube nicht dass die wirklich aussagekräftig sind. Aber schaut selbst...

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    Und auch noch ein Video :) schad ja nix!

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    Dong Hoi

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    Nach einer langen und anstrengenden Zugfahrt (Blogbeitrag zur Zugfahrt kommt noch!) kam ich vorgestern in Dong Hoi an. Dong Hoi ist eine kleine, und wie sich rausstellen wird, sehr sympathische und untouristische Küstenstadt.

    Nam Long Hotel

    Wie es sich für einen ordentlichen Reisebericht gehört will ich natürlich auch immer kurz was zu den Hotels sagen.

    Das Nam Long Hotel hatte ich aus dem Reiseführer (Lonely Planet). Es wurde als sehr sauber, aufgeräumt und touristenfreundlich beschrieben. Genau das war es auch. Frau Nga die Chefin war Super nett und hilfsbereit ohne Ende! Ich war echt begeistert.

    Zimmer sind großzügig und sehr sauber. Das Essen ist leider etwas touristisch aber trotzdem lecker.

    Zimmerpreis lag bei 17 Dollar. Das Frühstück hat ca. 1,50 $ gekostet. Das Wasser aus der Mini-Bar war für umme :)

    mit dem Roller in den Nationalpark Phong-Na-Ke-Bang

    Als ich ankam war es etwas 10 Uhr. Ich wollte am ersten Tag auf jeden Fall die Höhlen sehen und fragte im Hotel nach Touren dorthin. Es waren schon alle Touren abgefahren und die Chefin schlug mir vor mir einen Roller zu Mieten und selbst hin zu fahren. Yay. Tolle Idee.

    Gesagt, getan. Für umgerechnet ca. 7,50 $ pro Tag ging es in den 50 km entfernten Nationalpark. Was soll ich sagen - das erste mal alleine auf den Straßen, die Luft genießen. Es riecht nach Reis auf den Feldern, nach Feuer und immer wieder nach Gewürzen aus den Garküchen am Straßenrand. Ein echt großartiges Erlebnis was ich nicht missen möchte.

    Fantastische Landschaften passiert man auf dem Weg zum Park. Grüne Wiesen, Reisfelder, Berge, Palmenhaine. Unglaublich schön. Je weiter man ins Landesinnere kommt desto leerer und entspannter ist auch das Fahren. Man sieht Land und Leute ganz anders und ich halte auch mal im nirgendwo um mir Wasser und eine Melone zu kaufen. Grandios. Reiseglück.

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    die Phong-Nha-Höhle

    Der Nationalpark bietet 2 besuchbare Höhlen.

    Am ersten Tag meines Rollertrips stoppte ich an der Phong-Nha-Höhle 50 km von Dong Hoi. Ich musste hier zwangsläufig auf eine relativ teurer Tour wechseln da nicht genug Leute da waren. Schließlich schloß ich mich einem netten Vietnamesischen Pärchen an.

    Die Phong-Nha-Höhle ist nur mit dem Boot befahrbar. Und so geht es mit dem Boot in die Höhle - innen machten wir bewaffnet mit Kopflampen eine (Kletter)-Tour durch die stockfinstere Höhle und sehen jede Menge Stalakmiten, Stalaktiten, und viel, viel Gestein.

    die Paradieshöhle

    Am zweiten Tag ging es mit einem coolen holländischen Pärchen auf zur zweiten und, laut vielen Leuten, schöneren Höhle. Die Paradieshöhle.

    Es gilt nochmal den gleichen 50 km langen Weg wie am Vortag zu bewältigen. Von der Phong-Nha-Höhle aus geht es noch weitere 25 km zur Paradieshöhle. Diese weiteren 25 km eröffnen noch einmal schönere Landschaften als bisher. Fabulös.

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    Die Höhle liegt versteckt etwas höher in den Bergen. Der Eintritt kostet 120.000 VND (ca. 6 Dollar). Vom Eingang bis zum Aufgang zur Höhle ist es ein etwa 10 minütiger Fußweg. Von dort an kann man wählen ob man 524 Stufen steigen will oder einen etwas weiteren aber dafür flacheren Anstieg. Wir entscheiden und für den Flachen. Trotzdem anstrengend. Bei 25-30 Grad und hoher Luftfeuchte ist alles anstrengend!

    Oben angekommen geht es nach kurzer Pause in die Höhle. Das ist tatsächlich die erste Höhle die mich wirklich beeindruckt. Wunderschön. Riesig. Die höchsten Decken liegen bei 80-90 Meter. Bilder können das leider nur schlecht dokumentieren...!

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    Wir hatten Glück! Anfangs war die Höhle ziemlich voll - aber die meisten Touristen waren schnell weg. Je leiser es wurde desto intensiver wurde auch das Höhlenerlebnis. Echt toll!

    Beim Abstieg trafen wir noch zwei lustige und ziemlich Fotoverliebte Kollegen :)

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    Land, Leute und Travellers in Dong Hoi

    Nach 2 Tagen Dong-Hoi hab ich viele coole Leute kennen gelernt. Bierabende gab es immer mit den gleichen Verdächtigen :) ein Amerikaner aus New Orleans, und den Niederländern. War wirklich entspannt.

    Interessant ist dass 90% der Leute die ich bis jetzt traf, Langzeitreisende sind. Die meisten ein halbes Jahr und länger. Toll! Yuki der Amerikaner und ein Holländer hatten sogar ihr eigenes Motorbike.

    Es gab also immer nette Gesellschaft. Und auch die Vietnamesen waren Super nett. Und nicht aufgesetzt nett. Wirklich freundlich, NICHT bemüht dich um jeden Dollar zu bringen :)

    Hat mich sehr gefreut Dong Hoi. Mach's gut!

    Tuan Chau Island

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    Tuan Chau Island ist seit 2 Tagen mein "Krankenlager". Mittlerweile geht es schon viel besser und ich plane gerade die weitere Reise. Heiko und Ly, meine beiden Gastgeber, sind wirklich die Besten. Ich werde mit Vietnamesischen Suppen, Obst (welches ich noch nie in Wirklichkeit gesehen habe :P) und viel Ruhe aufgepäppelt! Heute war auch der erste Tag wo sich vormittags die Sonne ein winziges, kleines bisschen gezeigt hatte. Und jetzt am Nachmittag wo ich diesen Beitrag schreibe wirft sie sogar warmes, gelbes Licht auf die Dächer der Viethouse Lodge. Die Sicht ist vergleichsweise gut heute.

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    Morgen breche ich wieder Richtung Hanoi auf. Dort warten Zugtickets nach Dong Hoi auf mich. De nächste Station auf der Reise. Das genaue Ziel bei Dong Hoi sind die Höhlen im Phong-Nha-Ke-Bang Nationalpark die 2003 zum Unesco Welterbe ernannt wurden.

    Diese Höhlen sollen wunderschön sein. Bin gespannt wie sich das Reisen nun anfühlt nach so langer Pause. Eventuell geht es morgen auch noch auf einen kurzen Ausflug in die Ha-Long-Bucht. Je nachdem wie es zeitlich und Kräftemäßig aussieht.

    Berichterstattung auf dem iPad

    Eins nochmal nebenbei. Die Berichterstattung mit dem iPad ist echt kein Zuckerschlecken. Bei der Bildbearbeitung braucht man wirklich für viele Features auch echt viele Apps. Ich zum Beispiel nutze im Moment

  • Camera+ zur Bearbeitung wenn ich Bilder in Serie anpasse. Camera+ hat den Vorteil das es hier vorgefertigte Filter gibt die man in der Anwendungsstärke gut regeln kann
  • zur Größenänderung nutze ich Photogene da man hier mehrere Bilder auf einem verarbeiten kann
  • zum Sortieren, Ordnen und Löschen nutze ich die Standard Apple Fotos App. die meiner Meinung nach echter Schund ist!
  • Auch die Batterieleistung ist beim Dauereinsatz (gerade bei Bildbearbeitung) eher mäßig. Da hatte ich mir etwas mehr erwartet.

    In Summe ist das nicht wirklich befriedigend. Gerade auch dann wenn man bedenkt, dass ich für "ein paar" Euro mehr schon fast ein Airbook bekommen hätte...! Naja. Nicht zu ändern.

    Ich mache mich nun auf noch ein paar ordentliche Fotos der Viethouse Lodge zu machen. Und genieße noch ein paar Sonnenstrahlen. Vielleicht gibts heute Abend auch noch ein paar Stimmungsbilder auf's Auge :)

    Bis dahin Euch einen schönen Tag.

    P.S.: Für die Rechtschreibung im letzten Post möchte ich mich nochmal entschuldigen :)

    Fahrt nach Ha-Long

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    Von Hanoi ging es heute morgen nach gutem Frühstück ab nach Ha-Long. Wetter war eher regnerisch aber angenehm. Ich denke ein bisschen Regen ist besser als 35 Grad und sich den Horst schwitzen. Es sind ca. 170 km von Hanoi bis Ha-Long. Bewältigt werden die mit einem kleineren Bus. Carolins Tipp nicht auf der Fahrerseite zu sitzen hat sich tatsächlich bewahrheitet. Danke. Ich hätte, würde ich links sitzen, schon ein paar Mal dem Gegenverkehr die Hand schütteln können...tschakka!

    Auf der halben Strecke haben wir Halt gemacht in einem Touristen-Shopping-Tempel. Gekauft hab ich nix aber es gab ein paar nette Fotomotive :)

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    Auf dem Weg im Bus kann man (auf der rechten Seite) jede Menge Reisfelder und auch immer mal wieder den ein oder anderen Friedhof sehen. Auch an Fabriken von Foxxcon, Canon und Seidensticker kommt man vorbei.

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    Ich bin so sehr gespannt auf Ly und Heiko in der Viethouse Lodge. Freue mich auf das Meer und die Ha-Long-Bay.

    Da ich gestern Abend nicht mehr dazu gekommen bin wollte ich noch ein paar Dinge loswerden und zwar:

    zum Essen in Hanoi

    Caroline hatte mich am ersten Tag zu einer kleinen Garküche geführt. Dort gab es Bun-Cha. Gegrillte Schweinefleisch-Bällchen mit Reisnudeln und Gemüse. Dazu gab es Frühlingsrollen. Alles sehr lecker gewesen.

    Von dort gibt es leider keine Fotos da ich zu sehr damit beschäftigt war raus zu finden wie man das alles isst. Ich glaube die vietnamesischen Kollegen vom Nachbartisch haben sich etwas amüsiert da ich immer versucht hatte zu spicken. Aber deren Tisch lies leider keine Spionierereien zu.

    Heute morgen gab es auch vietnamesisches Frühstück. Caroline hatte mir beides angeboten. Aber ich bin keine 10.000 km geflogen um langweiliges Continental Breakfast zu essen. Es gab Bun Thit Vit - Reisnudeln mit Ente. Dazu eine Art vietnamesisches Brot und Kaffee.

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    Es war echt lecker nur leider war die Zeit etwas knapp da der Bus schon um 8 Uhr kam.

    Bis jetzt also alles toll was das Essen angeht. Bin gespannt was da noch so kommt.

    Letzter Aufruf für Flug VN 126

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    So nun sitzt er hier der Wiegelmann. Am Gate. Bereit zum Abflug. Nervös. Ich war noch nie so nervös vor einer Reise. Um 14 Uhr geht's los. Alleine Reisen...und dann auch gleich noch so weit ist doch anders. Anders als alles bisher da gewesene zumindest :) Bin gespannt wie es wird. Ob man sich langweilt oder nicht genug kriegen kann vom Alleine sein? Was einen nervt und was toll ist? Es wird auf jeden Fall ein Abenteuer! Soviel ist sicher. Hanoi wir sehen uns. Schon bald.

    T Minus Zweinundzwanzig

    T Minus Zweinundzwanzig

    Wenn man sich auf etwas freut so vergeht die Zeit scheinbar endlos langsam. Allerdings stimme ich völlig zu wenn es um Vorfreude geht. Sie ist in der Tat die Schönste. Ich habe allerdings mittlerweile das Gefühl je näher der Termin der Abreise rückt, desto schneller vergeht die Zeit. An der Vorfreude ändert sich deswegen nichts!