Irland

Riesenhaie am Mizen Head

Riesenhaie am Mizen Head

Als wir am Morgen des 24.04. aufwachen regnet es in Killarney. Ganz im Gegensatz was sich so in unserem Badezimmer abspielt. Da regnet es leider nicht. Aus der Dusche kommen nur wenige Tropfen Wasser und ich beschließe die Dusche heute sausen zu lassen.

Valencia Island, Kerrygold und ab auf die Farm

Valencia Island, Kerrygold und ab auf die Farm

Von Brandungsgeräuschen geweckt zu werden ist einfach unbezahlbar. Traumhaft schön. Wenn ich wählen darf möchte ich irgendwann jeden Tag so aufwachen. Möwen schreien und die Wellen brechen sich am steinigen Strand direkt vor unserer Haustür.

Ab nach St. Finians Bay – das Ende von Irland

Ab nach St. Finians Bay – das Ende von Irland

Nachdem wir morgens noch einen Spaziergang auf den Cliffs of Moher unternommen hatten ging es um die Mittagszeit weiter Richtung Süden. Nach Killimer. 61 km entfernt. Von dort aus geht es mit der Fähre über den Shannon River nach Tabert. Das erspart uns einen recht großen Umweg über Land...

Grandioser Tag auf Inisheer

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Jetzt ist die Irland Reise schon über einen Monat her und die Erinnerungen verblassen. Umso schöner ist es den Reisebericht weiter schreiben zu können. Dank Reisetagebuch in Kombination mit Bildern ist eigentlich immer recht schnell wieder jede Erinnerung zurück. Aufgewacht sind wir an diesem Morgen in Doolin im Dunroman House bei Martina. Aufgewacht im Gästezimmer versteht sich :) Gefrühstückt wird auch hier Irish, was sonst? Aber heute zur Abwechslung mit Waffeln aus Kartoffeln.

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Wir sind uns noch nicht ganz sicher was wir machen sollen heute und haben uns überlegt in das kleine Touristen-Info-Büro zu gehen welches in der Stadtmitte auf der Hauptstraße liegt. Dort angekommen gibt es seitens der Dame auf der anderen Seite nicht viele Wahlmöglichkeiten. Es gibt verschiedene Touren zu den nahegelegenen Aran Islands. Wir entscheiden uns für einen der mittleren Trips: Zur Insel Inisheer und über die Cliffs of Moher wieder zurück. Alles zu Wasser versteht sich. Inisheer oder auch Inis Oírr wie die Iren sagen ist die kleinste und östlichste der Aran Islands. Ungefähr 8 km von der Küste entfernt.

Die Frau am Schalter im Touri-Büro wird etwas hektisch als sie merkt dass das Schiff schon in 30 Minuten ablegt. Also schnell ins Auto und ab zum Hafen.

An den beiden Booten stehen schon jede Menge Leute Schlange. Hatte auch nicht erwartet dass wir alleine unterwegs sind. Wir zeigen unser Ticket und steigen auf die "Happy Hooker" die sich anscheinend öfters zwischen den Aran Islands und Doolin "prostituiert".

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Die Seeluft ist traumhaft. Man schaut den Wellen zu wie sie an das Boot schlagen. Es riecht nach Meer. Irgendwann will ich mal am Meer wohnen. Irgendwie ein magischer Ort. Egal ob über oder unter Wasser. Wir schauen in die Ferne und genießen die Fahrt. Der Weg ist das Ziel. Über die Reling gelehnt beobachten wir das Wasser und die verdrängten Wellen. Und plötzlich, fast unbemerkt hüpft ein großer Fisch zwischen den Wellen sanft auf und ab. Ein Delfin!!! Ein einzelner Delfin schaut vorbei um "Hallo" zu sagen. Und wir grüßen freudig zurück. Was ein Glück Mensch. Ich mag die Viecher gerne und beim Schreiben bekomme ich bei der Erinnerung wieder feuchte Augen. Fragt mich nicht warum ich finde diese Tiere einfach unglaublich sympathisch :)

Dustin wie er wohl heißt (wie wir später erfahren) begleitet uns in paar Minuten und macht sich dann wieder auf zu seinen Kollegen.

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Nach ca. 30 Minuten Fahrt erreichen wir die Insel Inisheer. Als wir vom Boot steigen warten schon jede Menge Pferdekutschen die eine Inselrundfahrt anbieten. Wir wollen uns eigentlich nur ein bisschen die Beine vertreten und vielleicht mal beim Leuchtturm der Insel vorbei schauen. Doch die Insel ist größer als vermutet und so entschließen wir uns einen Kutscher auf fragen ob er uns zum Leuchtturm fährt.

Bis zum Leuchtturm kommen wir leider nicht ganz aber er bietet uns an soweit zu fahren wie es geht und uns dann den Weg zu zeigen. Gesagt getan! Unser Fahrer (ich weiß leider den Namen nicht mehr) und sein Pferd Sam erzählt uns jede Menge über die Insel und seine ca. 250 Einwohner. Die meisten sprechen hier Irish.  Es gibt einen Flugplatz, eine Schule und ein paar Lebensmittelgeschäfte. Er erklärt uns dass die hunderte von Feldern die hier verstreut sind schon vor über 250 Jahren gebaut wurden. Einfach nur aus Natursteinen. Als Lieferant für Stein diente die Insel selbst. Heute sind teilweise noch Felder in den "Stone Cells" oder es wird Vieh gehalten.

Ein Stückchen weiter sieht man in der Ferne ein Schiffswrack liegen. Das Schiff lief hier 1960 auf und wurde einfach liegen gelassen. Die Besatzung konnte gerettet werden, die Fracht allerdings war hinüber.

Luftlinie ca. 2,5 km vom Leuchtturm setzt er uns an einem steinigen Strandweg ab. Hier endet der mit dem Pferdewagen befahrbare Bereich. Ich biete Sam einen Apfel an, doch der Kutscher erwidert: "He only drinks Guinness". Na dann Cheers :)

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Wir machen uns auf den Weg zum Leuchtturm. Der Leuchtturm ist leider nicht zugänglich für Touristen. Daher nehmen wir die Küstenroute und nähern uns ihm von der Linken Seite. Leuchttürme sind faszinierende Bauten. Irgendwie romantisch und abenteuerlich stehen Sie an den Küsten und trotzen Wind und Wetter.

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Vom Leuchtturm wieder zurück sind es ungefähr 3,5 km. Wir laufen gemütlich zurück und genießen die Aussicht und die traumhafte Luft. Wir beenden unseren Inselbesuch vor eine Kneipe in Lurgain am Hafen bei einem (oder zwei) Bier.

Zurück fahren wir mit einem kleinen "Umweg" an den Cliffs of Moher vorbei. Doch dazu gibt es mehr im nächsten Blogbeitrag.

Schönen Sonntag Euch!

Clifden und der Weg zu den Cliffs of Moher

Clifden und der Weg zu den Cliffs of Moher

Nach einem entspannten Abend in Clifden und einer erholsamen Nacht starten wir den Tag bei einem wieder leckeren Frühstück in unserer großzügigen Unterkunft. Das Bed & Breakfast Hotel heißt "All the Two's". Es heißt so weil die Telefonnummer +353 95 22222 ist :) Ausgefuchst! Unsere Gastgeberin Maureen ist super nett. Frühstück ist prima. Das Haus ist riesig! Es gibt sogar ein großes Kaminzimmer in dem man sitzen kann.

Irland Tag Zwei – Newgrange, Trim Castle und Clifden

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Pünktlich um 8 Uhr geht es im Killowen House los mit Frühstück. Gegessen wird im Esszimmer, dass an das Wohnzimmer grenzt. Es riecht nach Speck, Eiern und Toast. Eine Familie sitzt schon beim Frühstück nahe des Wohnzimmers. Wir nehmen an der großen Tafel Platz. Alles ist gemütlich eingerichtet. Kitschig aber gemütlich. In einem fremden Wohnzimmer zu sitzen und zu essen ist echt ein komisches Gefühl. Angela fragt uns ob wir Kaffee oder Tee möchten. Sie trägt Hausschuhe und ist wirklich super nett. Zum Frühstück gibt es Speck, Würstchen, Irish Pudding (in Schwarz und Weiß), Spiegelei und warme Tomate. Irish breakfast. Lecker. Nichts für die Diät-Fraktion aber lecker.

Angela versorgt uns noch mit Tipps für den bevorstehenden Tag und gibt uns noch einen B&B Katalog mit. Zwar von 2013 aber trotzdem sehr hilfreich auf der weiteren Reise.

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Newgrange

Pünktlich um kurz vor 09:30 Uhr stehen wir in der recht kurzen Schlange zu den Gräbern des Brú na Bóinne Visitor Center. Wir buchen für 12,- Euro 2 Tickets für Newgrange. Man kann auch alle 3 Gräber besichtigen. Newgrange ist das Bekannteste der 3 Gräber. Das Ganggrab ist 3150 v. Chr. erbaut worden.

Mit einem alten (Mercedes) Bus fahren wir zusammen mit ca. 20 anderen Leuten zum Newgrange Grab. Nach einer kurzen Einweisung gibt es auch gleich eine Führung. Leider darf im Inneren des Grabes nicht fotografiert werden. Ich hatte mir das Innere anders vorgestellt. Größer und weit verzweigter. Der Weg ins Innere dauert ungefähr 30 Sekunden. Es ist eng, dunkel und ziemlich tief so dass man sich die Hälfte des kurzen Weges bücken muss. Nichts für Menschen mit Platzangst.

Unser Guide macht die Führung wirklich spannend und super interessant. Auch wenn das Grab innen wirklich klein und eng ist. Dort zu stehen und zu wissen dass das Ding 5.000 Jahre alt ist wirklich ein krasses Gefühl. An nur etwa 13 Tagen jeden Jahres dringt um die Wintersonnenwende bei Sonnenaufgang ein Lichtstrahl durch eine Öffnung über dem Eingang für ca. 15 min in den Gang und die Kammer. Er beleuchtet dann den inneren Teil dieses Grabes. Eindrucksvoll wird dieser Effekt mit einer Lampe in völliger Dunkelheit simuliert.

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Nach der Führung und einem kleinen Rundgang um das Grab lernen wir noch eine deutsche Au-Pair aus Dresden kennen die uns noch ein paar Tipps für die Weiterfahrt gibt. Und wir erhaschen sogar noch einen Blick auf die Grabanlage von vorne. Ohne Menschen :)

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Trim Castle

Bevor wir den 251 km langen Weg an die Westküste nach Clifden antreten machen wir noch einen kleinen Zwischenstopp bei Lidl :) und beim Trim Castle. Von Newgrange nach Trim sind es ca. 35 km über kleinere Landstraßen. Viele Schlaglöcher enge Kurven und ein paar Mal müssen wir wenden weil wir Abzweigungen verpassen oder denken wir haben sie verpasst!

Die alte Burgfeste liegt mitten im Ortskern von Trim. Wir bekommen ein deutsches "Handbuch" vom lustigen Mann an der Kasse in die Hand gedrückt und machen uns auf den kleinen Weg um die Burg. Es gibt auch eine Führung innen drin aber da steht uns nicht der Sinn nach. Wir vertreten uns die Beine im schönen Burghof und im angrenzenden Gelände.

Es ist traumhaft sonniges, wunderschönes Wetter. Windig ist es. Aber das ist es in Irland eigentlich immer.

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Clifden

Die Fahrt geht weiter auf der M6 nach Richtung Galway. Unser Ziel ist Clifdon. Ein kleines Städtchen nahe der irischen Westküste. Je weiter man in den Westen, ins County Connemara kommt, desto karger wird die Landschaft. Weniger grün, mehr gelb regiert das Bild dort draußen. Ein bisschen wie Arizona in den USA. Höhere Berge, zerklüftete Felsen und trockenes Gras. Trotzdem wunderschön.

Man hat hier das Gefühl die Geschwindigkeiten auf den Schildern sind keine Höchstgeschwindigkeiten sondern das was unbedingt gefahren werden muss! Die Iren fahren hier 100 km/h wenn 100 km/h erlaubt sind. Auch wenn man gerade so an einander vorbei kommt. Ich wollte nicht mit dem Wohnmobil hier sein. Auf der Linken Straßenseite fahren und den Fahrerplatz auf der rechten Seite haben macht da bestimmt doppelt keinen Spaß :)

Gegen 18 Uhr kommen wir müde und erschöpft in Clifden an. Wir suchen uns am Ortseingang eine Unterkunft (dazu im nächsten Beitrag mehr) und gehen in die kleine Innenstadt auf ein Bier und Fish & Chips ins Derryclare.

Danach geht es nach einem schönen Sonnenuntergang und kurzer Tagesplanung im Gästehaus ins Bett.

Die Route und zurückgelegte Strecke des zweiten Tages gibt es übrigens hier zu sehen KLICK

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Roadtrip durch Irland

Roadtrip durch Irland

Viel hatte ich schon gehört von Irland. Grün, klar. Kerrygold kennt auch jeder. Wie schön die grüne Insel wirklich ist erfährt man allerdings erst wenn man sich selbst einmal hin wagt. So wurde vor ein paar Monaten der Plan gefasst einen Roadtrip durch Irland zu machen. Dieses Mal nicht alleine sondern mit meinem Vater. 1.893 km (auf der linken Seite!) quer durch Irland sollte es gehen. Gesagt, getan! In den nächsten Blogbeiträgen gibt es einen ausführlichen Bericht unserer Reise quer über die grüne Insel. Los geht es mit dem ersten Tag der Reise.