Veranstaltung

Mandolinata Mannheim

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90-jähriges Jubiläum der Mandolinata Mannheim in der Kulturhalle Mannheim-Feudenheim

Ich hatte letzte Woche das Vergnügen das Zupforchester der Mandolinata Mannheim in der Kulturhalle in Feudenheim zu fotografieren. Dazu sei gesagt ich kannte schon ein paar musikalische Ausschnitte von Youtube bin nun aber gewiss kein Klassikfan. Ich hatte mich auf eine nette Fotosession mit Menschen gefreut :) Das Konzert ging um 16 Uhr los und wir begannen mit ein paar Gruppenaufnahmen vom kompletten Orchester und den einzelnen Gruppen. Bei dann doch zwischen 20 und 30 Menschen wären ein paar zusätzliche Blitze gut gewesen - das kommt auf jeden Fall auf die ToDo für's nächste Mal.

Während des Konzerts habe ich versucht das Zupforchester aus möglichst vielen, interessanten Blickwinkeln ins Bild zu bekommen. Die Konzertfotos sind alle ohne Blitz und zum größten Teil mit dem Tamron 17-50mm gemacht. Meistens auch mit Einsatz von Stativ um hohe ISO Zahlen zu vermeiden. Bei der Schärfe des Tamrons bin ich irgendwie nicht 100%ig zufrieden - habe aber auch keinen Vergleich - von daher muss das passen.

Alles in allem ein wirklich sehr schönes Konzert und man kann nur dazu raten das einmal seinen Ohren anzutun :) Die Mandolinata Mannheim sind ein Verein mit langer Tradition und Vereinsgeschichte daher hier nochmal ein kleiner Auszug aus der geschichtlichen Entwicklung.

Mandolinata-Mannheim: 90 Jahre lebendige Vereinsgeschichte

Die Mandolinata Mannheim 1920 e.V. blickt auf 90 Jahre bewegte und bewegende Geschichte zurück und ist heute so jung wie selten!

In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden vielerorts gesellige Vereinigungen, die sich zu Pflegestätten der Volkskultur entwickelten. So wurde auch am 14. Juni 1920 die Mandolinata Mannheim in der Vereinsgaststätte „Goldener Hecht“ in Neckarau gegründet. Die wichtigsten Personen der Vereinsgründung waren der damalige Vorsitzende Ludwig Grambow sowie der aus Straßburg stammende Dirigent Oskar Herrmann, der über viele Jahre die musikalische Leitung innehatte. Kleine Familiengeschichten ziehen sich wie rote Fäden durch die Historie des Vereins, die über drei Generationen erzählen.

Mitglieder aus den Reihen der Mandolinata nahmen schon früh sehr aktiv am Verbandsleben teil, seit 1921 im damaligen Deutschen Mandolinen- und Gitarrenspieler-Bund und später in der Nachfolgeorganisation, dem Bund Deutscher Zupfmusiker. Dadurch wurde und wird sehr wertvolle Arbeit für die Zupfmusik über den Vereinshorizont hinaus geleistet.

1930 wurde bereits die erste Konzertreise unternommen: Nach Straßburg! Was heute selbstverständlich klingt, war unter den damaligen Umständen eine besondere Herausforderung, denn 60% der Aktiven waren arbeitslos. Diese Reise war der Auftakt einer großen internationalen Konzerttätigkeit, die noch bis heute anhält: Italien, Schweiz, Frankreich, Irland, Spanien, Österreich und Tschechien sind als herausragende Ziele der Konzertreisen zu nennen.

Während des Krieges bemühten sich die Mitglieder unter hohem persönlichem Einsatz, das Vereinsinventar vor der Zerstörung zu bewahren, und so konnte nach dem Krieg der Neubeginn in Angriff genommen werden. Auch in Bezug auf die Proberäumlichkeiten musste die Mandolinata im Lauf der Zeit große Flexibilität beweisen: Nach dem „Goldenen Hecht“ waren der „Zähringer Löwe“, die „Paddelgesellschaft“, die „Hoepfner Stuben“, die Alte Hauptfeuerwache, ein Gemeindesaal im Herzogenried, die Thomaskirche in Neuostheim und nun das evangelische Gemeindezentrum in Neuhermsheim räumliche Basis der musikalischen Arbeit.

Viele Konzerte, z.B. auch anlässlich der Eröffnung der Bundesgartenschau im Mannheimer Luisenpark 1975, Teilnahmen an Musikwettstreiten mit vielen Preisen, Rundfunk- und Fernsehsendungen und Schallplatten zeugen vom höchst aktiven musikalischen Leben des Vereins. Über 12 Dirigenten haben dabei den Taktstock in der Hand gehalten.

In den 70er Jahren rückte verstärkt die Jugendarbeit in den Fokus. Es wurde ein Aufbauorchester gegründet, dessen Mitglieder in die Mandolinata „hineinwachsen“ konnten. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ konnten einige Mitglieder der Mandolinata sogar erste Preise auf Bundesebene gewinnen.

2009 fand in Anknüpfung an diese hervorragende Jugendarbeit der 70er und 80er Jahre die große Premiere des neuen Kinderorchesters der Mandolinata Mannheim, die „Kleinen Zupffreunde“ unter der Leitung von Jörg Magenreuter statt. Durch systematische Werbung an Schulen und intensive Ausbildungstätigkeit unserer Spielerinnen Thea Gauer und Carola Scherer  konnten ca. 20 Kinder für die Erlernung  eines Zupfinstruments begeistert werden.

Die Mandolinatas im Internet

Wer mal auf der Webseite vorbeischauen will kann das hier tun KLICK und mittlerweile gibt es sogar eine Facebook Gruppe die man hier findet KLICK

Horst Hamann

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Horst Hamann im Rosengarten nach einem Vortrag im Marketing Club Horst Hamann war für mich schon immer ein Begriff - ich kannte weniger die Person, ich kannte die Bilder. Man kennt die Hochformatigen Bilder von New York die in langen Kalendern oder großen Büchern gedruckt und verkauft werden. Heute Abend im Rosengarten in Mannheim beim Marketing Club Rhein Neckar, hatte ich die Gelegenheit "Horst" wirklich etwas mehr kennen zu lernen. Ich hatte mich auf schöne Bilder und einen guten Vortrag gefreut - doch was dann kam übertraf meine Erwartungen komplett.

Es waren ca. 40 Zuhörer anwesend, was für einen doch ziemlich großen Saal im Rosengarten eine recht kleine und gemütliche Menge war. Als Horst Hamann kurz vorgestellt wird und danach die Bühne betritt wirkt er selbst etwas nervös und gesteht dass er so etwas nicht sonderlich oft macht - einen Vortrag. Allein schon das hat ihn unglaublich sympatisch und authentisch gemacht.

Horst Hamann bei seinem Vortrag im Rosengarten in Mannheim

Er beginnt zu erzählen von seiner Kindheit und wie er zur Fotografie kam. Wie er als kleiner Junge 100 DM fand und sich davon seine erste Kompaktkamera gekauft hatte. Er beschreibt sein Leben, seine Kindheit in Mannheim, die Auswanderung nach New York die mit vielen Hindernissen daher kam - und das alles so, dass man wirklich mit gerissen wird und es auch nicht eine Minute langweilig ist. Immer wieder auch unterstrichen mit einer einfachen, aber sehr wirkungsvollen Präsentation auf der Leinwand hinter ihm. So saust man in ca. 1,5 Stunden durch sein Leben und ist fasziniert wie er erzählt,  mit Begeisterung, mit Gedankensprüngen und Leidenschaft von der Fotografie und seinen Erlebnissen.

Skateboard gebaut aus einem New York Vertical Buch

Dieses "Skateboard" war eine Idee von Adam Schatz aus New York, dem Mitbegründer der Skateboard Marke "Zoo York". Er lud Horst Hamann zu sich ein um ihm seine Idee deutlisch zu machen - nämlich seine Bilder von New York auf Skateboards zu basteln. Und zur Verdeutlichung hat Schatz dann kurzerhand ein New York Vertical Buch zum Skateboard umgebaut - und man kann sogar drauf fahren :)

Der ganze Vortrag war einfach fesselnd und wirklich spannend erzählt von einem wirklich sympatischen Monnemer der auch immer noch Monnemer Dialekt hat - trotz 20 Jahre New York "Exil".

Nach dem Vortrag konnte man sich noch ganz "normal" mit ihm unterhalten und ich kam nicht umhin ihn nach einem Autogramm zu fragen - was ich auch bereitwillig bekam...und da nix anderes da war kam es auf die Rückseite der Quittung meines letzten Zahnarztbesuches :P

Und hier ist es nun - ich habe mir erlaubt es in einen etwas schöneren "Rahmen" zu packen:

Hier das Autogramm verpackt in einen "schöneren" Rahmen :)

Nun denn - ich wünsche noch einen schönen Abend! Marc