Marc Wiegelmann Fotoblog

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Vom Lak See Richtung Ho Chi Minh City

Auf geht's zum letzten (ganzen) Tag der Motorrad-Tour mit Mui. Es geht früh los dieses Mal. Wir treffen uns schon um 7 und fahren gleich direkt los zum Lak See.

Schon wieder Elefanten

Mui wollte nicht ohne Grund so früh los. Er denkt immer auch ans knipsen. Und wenn morgens noch der Nebel ueber dem See schwebt. Naja was soll ich sagen. Grandios!

Wir kommen am Rande des Sees an und ein Elefant wartet schon. Sein Name ist Bann. Und er ist eine sie! :) Ganz schön groß das Tier! Ziemlich beeindruckend. Mit Hilfe eines kleinen Turms bzw. einer kleinen Treppe wuchte ich meinen Edelkörper auf das arme Tier. Aber sie wird überleben, ich verspreche es!

Wenn man so da oben sitzt ist das echt ganz schoen hoch. Und als Bann sich in Bewegung setzt ist ans knipsen nicht mehr zu denken. Ich habe echte Schwierigkeiten mich ordentlich fest zu halten. Es wackelt wie verrückt. Ist aber ein cooles Gefühl. Man muss nur auf die Hochspannungsleitungen achten die fast meinen Kopf streifen. Sonst geht's.

Mitten im Ort nehmen wir einen kleinen Pfad und laufen langsam und gemächlich raus auf die Felder. Nach kurzem Snack für Bann geht's weiter durch's Wasser. Das Glück der Erde liegt auch gerade ein bisschen hier auf des Elefanten Rücken.

Ich geniesse die Morgensonne und lasse mich ein bisschen durchschütteln.

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und damit ihr Euch das wieder ein bisschen besser vorstellen könnt' gibt's auch hier ein Video! Klar:

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Jede Menge Ziegelsteine

Nach dem Elefantenritt geht's erstmal zurück zum Hotel. Dort wird gefrühstückt und dann geht es weiter Richtung Süden. Viele Kinder sind in den kleinen Ortschaften unterwegs da gerade die Schule anfängt. Manchen winken wir, bei Manchen machen wir langsamer und geben Ihnen "High-Five". Da freuen sie sich. Und ich meine nicht die Kinder - Mui und ich sind die ganze Zeit am Lachen und Blödsinn quatschen. Schäää isses, das Easy Rider Leben.

Irgendwann kommen wiran einer Ziegelstinfabrik vorbei und Mui fragt mich ob ich jemals gesehen habe wie in Vietnam Ziegelsteine gemacht werden. Natürlich hab ich das schon gesehen...100 Mal. Nicht!

Also halten wir an. Nach kurzem Hallo können wir uns alles in Ruhe angucken und Mui erklärt jeden einzelnen Arbeitsschritt. Echt interessant der ganze Prozess.

Und hier ist es nicht so wie bei uns - hier bekommt der der am meisten arbeitet auch am meisten Geld! Wohooo! In dem Fall ist es hier der Typ der den Lehm abträgt und in die Maschine schleppt.

Interessant ist auch, dass der Bau der "Fabrik" da sich einer alleine das nicht hätte leisten können, von allen Bewohner im Dorf finanziert und getragen wurde. So ist quasi jeder ein Teilhaber am Grundkapital.

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Mittagessen und der Ho Chi Minh Trail

Zum Lunch geht es wie bis jetzt immer in eine Garküche am Strassenrand. Und zwar in Dak Mil. Heute gibt es Hähnchen mit Reis. Fuer mich gebraten. Fuer Mui gekocht. Beides sehr lecker gewesen. An das "Flair" so eines Restaurants muss man sich erst gewöhnen. Also ich musste das. Aber wenn man es mal drin hat isses toll.

Die Vietnamesen essen alles. Und wenn ich sage alles dann meine ich alles! Allerdings ist es nicht so (wie bei uns!) dass man etwas unter gemischt bekommt was man nicht mag. Wenn es Klöten und Pimmel vom Ochsen gibt, oder gar Hund. Dann steht das draußen dran. Die Kunst ist man muss wissen was es heisst.

Auch sieht es in den Restaurants nicht selten so aus wie auf dem ersten Bild. Aber auch da gewöhnt man sich dran - ist ja auch ganz praktisch, wa?

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Essenstechnisch bin ich ein bisschen stolz. Hab alles versucht, auch wenns manchmal eklig ausgesehen hatte. Und meistens hat es geschmeckt! Mehr als gut sogar!

Frisch gestaerkt geht es weiter Richtung Ho Chi Minh Trail. Das klingt eigentlich auch toller als es ist. Aber Mui meint es ist einfach sehr geschichtsträchtig. Selbst viele vietnamesische Veteranen zum Beispiel, haben es in Ihrem Leben noch nicht zum Denkmal am Ho Chi Minh Trail geschafft. Am Denkmal haben damals wohl die Feldherren die Befreiung von Saigon geplant. Auch hier muss ich noch einmal genau recherchieren. Mui hat zwar super detailiert erklärt aber ich konnte mir beim besten Willen nicht alles merken.

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Kurz vor unserem Nachtlager in Gia Nghia kommen wir in einen heftigen Regen. Wir fahren einfach an die Naechstbeste Huette ran die ein Vordach hat. Und das tolle daran ist. Es stört hier niemand. Man kommt sogar raus und freut sich. Mui erzählt wo wir her kommen, was wir machen. Toll. In Deutschland so nicht denkbar leider. Das sind echt so kleine Dinge die ich an Vietnam mag. Das macht das Land unglaublich sympatisch.

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Thank you Mui - Danke Mui!

Am Abend gehen wir in Gia Nghia noch zusammen essen und begießen schon mal den Erfolg, dass wir es fast geschafft haben. Ich uebe vietnamesisch. Mui amüsiert sich. War wirklich eine coole Sache das. Und ich bin heilfroh, dass ich es gemacht habe. Trotz anfänglichen Zweifeln.

Und Mui hatte Recht. "It opens the heart, opens the mind, that's good - enjoy!".

Danke.